Erstellt am 06. Juli 2016, 04:00

von David Aichinger

Verfrühtes Urteil ist fehl am Platz. David Aichinger über das nahende Transferende bei den Handballern.

Einmal durchschnaufen bitte, der Kader ist fast fertig. Wenn sich der UHC Gänserndorf wie erhofft noch die Unterschriften der Zwillingsbrüder Raming sichert, haben die Handballer ihre Truppe beisammen – nach Wochen des Tüftelns sicher ein angenehmer Moment. Auch wenn der Verein doch ein wenig später dran ist als erhofft.

„Spätestens Anfang Juni“ solle eine Mannschaft stehen, mit der man konzentriert arbeiten und in Richtung Aufstieg spielen kann, sagte Obmann Schmoldas Mitte Mai, nur eine Woche nach dem bitteren Bundesliga-K.o., im NÖN-Interview. Zeitlich hat Gänserndorf dieses – zugegeben ehrgeizige – Ziel um Wochen verpasst. Und inhaltlich?

Im Tor war Hartwein schon im Frühjahr die Nummer eins. Am Legionärssektor, und damit verbunden im Aufbau, müsste mit Kasagranda und Szucs nicht nur zahlenmäßig, sondern durch deren Erfahrung auch vom Niveau her ein Upgrade gelungen sein. Dünner ist die Lage am Kreis und auf den Flügeln. Hier ist Kampfmannschafts-Erfahrung eher rar, können sich jüngere Spieler beweisen. Ob das für den Titelkampf reichen wird? Wir werden sehen.

Statt dem erhofften ruhigen Juni gibt es jetzt einmal einen ruhigen Juli. Im August startet die Vorbereitung, erst im September die Meisterschaft. Noch viel Zeit also. Jetzt schon zu urteilen, wäre deutlich verfrüht.