Erstellt am 25. Mai 2016, 05:04

von David Aichinger

Lokale Transfers werden helfen. David Aichinger über den Regionalliga- Einzug des SC Mannsdorf. Glückwunsch nach Mannsdorf!

Glückwunsch nach Mannsdorf!  Trotz Stotter-Finish steht der Titel vorzeitig und hochverdient fest. Die Meistertruppe brachte zur fußballerischen Klasse durch die Bank auch Bescheidenheit, Ehrgeiz und den Teamgedanken mit. Bestes Beispiel: Nacho Casanova. Der Ex-Profi ist „Häuptling“ der Truppe, würde sich selbst aber nie so sehen.

Für den Bezirk heißt das, dass er in Kürze wieder einen Regionalliga-Klub hat. Präsident Macho hofft, dass sein Projekt nun auch endlich angenommen wird. Erklärtes Ziel ist ein Schnitt von 400 bis 500 Zuschauern pro Spiel. Verdient hätten sich das Verein und aktuelle Truppe allemal.

Dass die Massen bisher ausblieben, ist aber wohl weniger ein Image- als ein Lageproblem. Mannsdorf liegt am südlichsten Ende des Bezirks und damit alles andere als zentral. Den Nachbarbezirk Bruck schneidet die Donau ab, zwischen Hainburg und Wien gibt es keine einzige Brücke. Fischamend – Mannsdorf sind Luftlinie fünf Kilometer, mit dem Auto aber 44. Im Westen liegt zwar Großenzersdorf nahe, von dort ist man aber auch sofort bei den Wiener Vereinen.

Haupteinzugsgebiet wird also das „Rechteck“ zwischen Großenzersdorf, Deutsch-Wagram, Weikendorf und Hainburg bleiben – das dortige Potenzial sollte maximiert werden. Lokale Transfers wie der von Konstantin Breuer werden dabei helfen.