Erstellt am 31. März 2016, 05:04

von Thomas Schindler

Nicht warten, bis etwas passiert. Thomas Schindler über die Gefahr, die unter der Erde schlummert.

Man sieht und riecht sie nicht und wenn man sie hört, ist dies gewöhnlich das Letzte, das man noch wahrnimmt. Die Rede ist von den hochexplosiven Kriegsrelikten, die über weite Teile des Bezirks Gänserndorf verstreut und von kaum jemandem beachtet unter der Erde schlummern.

Zum Glück gibt es Menschen wie den Kampfmittelsucher Andreas Herrmann. Der Matzener gräbt fast täglich eines der todbringenden Überbleibsel aus, damit diese schließlich vom Entminungsdienst unschädlich gemacht werden können. Klar, Herrmann verdient so seinen Lebensunterhalt. Trotzdem riskiert er ständig sein Leben für das Wohl der Allgemeinheit. Dafür gebührt ihm Respekt und Anerkennung.

Das Problem bei der ganzen Sache ist, dass die gefährlichen Sprengkörper langsam aber sicher an die Oberfläche wandern. Und wenn man nicht bald gezielt – und natürlich mit großem finanziellen Aufwand – diese Altlasten fachmännisch beseitigt, wird es in naher Zukunft die ersten Toten geben. Gemeinden, Land und Bund sind jetzt gefordert.