Erstellt am 22. Juni 2016, 05:00

von Thomas Schindler

Schießt sich die FP ein Eigentor?. Thomas Schindler über den Einspruch der FPÖ gegen das Wahlergebnis im Bezirk.

Auch die Gänserndorfer Freiheitlichen orten – im Rahmen der Bundespräsidenten-Stichwahl – Unregelmäßigkeiten bei der Wahlkarten-Auszählung in der Gänserndorfer Bezirkswahlbehörde. So sollen Kuvert-Laschen zu früh geöffnet und Wahlkarten, die erst später gefunden wurden, nicht mehr ausgezählt worden sein.
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er Verfassungsgerichtshof befasst sich diese Woche mit den Vorwürfen der Blauen. Auf der anderen Seite ermittelt nun auch das Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung wegen „Amtsmissbrauch“ sowie „Falscher Beurkundung und Beglaubigung im Amt“. Und zwar gegen die Wahlbeisitzer der FPÖ, die mit ihrer Unterschrift die Korrektheit der Wahlkarten-Auszählung im Protokoll beglaubigt hatten, aber im Nachhinein aufzeigten, dass es Fehler gab.

Die Redensart „Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!“ trifft hier voll zu. Man kann nicht die Rechtmäßigkeit eines Vorgangs bekunden, um danach angebliche Irrtümer aufzuzeigen. Ob die Blauen dies auch getan hätten, wenn ihr Kandidat gewonnen hätte?