Erstellt am 20. Januar 2016, 05:03

von David Aichinger

Schnittpartien kommen erst. David Aichinger über die Premiere von Handball-Trainer Martin Krizan.

Angespannt, fokussiert, aktiv – so ließe sich die Körpersprache von Gänserndorfs neuem Handball-Trainer Martin Krizan während der Pflichtspielpremiere gegen Hollabrunn beschreiben. Nach dem Spiel war die Sache eindeutiger. Krizan wirkte total enttäuscht, wie die gesamte Mannschaft.

Die erste Herausforderung nach zwei Wochen gemeinsamer Arbeit ging verloren, die ‚Wir-werden-gewinnen‘- Mentalität war vorerst verpufft.

Trotzdem tut der UHC gut daran, die Niederlage rasch hinter sich zu lassen. Krizan ist gerade erst gestartet, kann nicht zaubern. Offensiv sah das Spiel zum Teil schon ganz gut aus. Das weiter zu verfeinern und die Abwehr zu stärken, steht sicher auf der Tagesordnung. Und es ist auch noch Zeit dafür.

Ein Sieg über Hollabrunn wäre ein Zuckerl gewesen, hätte auch einen Bonuspunkt gebracht, wird die Saison aber nicht entscheiden. Die wirklichen Schnittpartien kommen im Play-off (und einer möglichen Abstiegsserie) gegen die direkten Kontrahenten. Die haben sicher nicht das Niveau von Hollabrunn.

Tirol hat Gänserndorf im November schon geschlagen. Auch gegen Trofaiach spielte man zweimal gut, holte auswärts ein Remis. Sollte Gänserndorf Konstanz in sein Spiel bringen und die Konkurrenz nicht viel mehr am Transfermarkt wüten als der UHC, ist er sicher nicht chancenlos.