Erstellt am 20. April 2017, 02:41

von David Aichinger

Hängende Köpfe nicht angebracht. David Aichinger über den Start des SC Prottes in der Gebietsliga.

Hängende Köpfe beim SC Prottes: Vor allem die jüngeren Spieler schienen nach dem 0:0 am Samstag am Boden zerstört. Statt der möglichen Rückkehr auf Platz eins rutschte man auf die Drei ab, von zwölf möglichen Punkten hat man im Frühjahr nur fünf eingefahren. Leader Korneuburg liegt zwei voran. Soweit Emotion und Zahlen. Und was sagt die Vernunft? Ist die Enttäuschung berechtigt?

Neben erfrischendem Fußball legte das junge Team im Herbst vor allem Unbekümmertheit an den Tag – auf der Titelrechnung hatte die Protteser ja keiner. Dass sich das als Herbstmeister ein wenig ändert, ist klar. Vor allem als junger Kicker ist es nur normal, spätestens ab dann immer wieder auf die Tabelle zu schielen.

Dazu reagierte auch Trainer Philip Haubner ein wenig verschnupft, als man bei Meisterdebatten im Winter vor lauter Hohenaus, Neusiedls und Korneuburgs fast auf seine Protteser vergaß. Kurzum: Das Selbstverständnis hat sich ein wenig geändert. Und man kann das Gefühl bekommen, das Überraschungs-Team mache sich zuletzt selbst zu viel Druck.

Muss es doch gar nicht. Die Bürde, Meister werden zu sollen – zu müssen –, haben sich andere auferlegt. Für Prottes wird die Saison ein Erfolg, egal ob sie auf Platz eins oder fünf endet. Warum? Vor einem Jahr war man Mitte April noch 13-ter – vier Punkte über dem Strich.