Erstellt am 19. Juli 2017, 01:15

von David Aichinger

So überraschend ist das gar nicht. David Aichinger über die knappen Cupniederlagen von Mannsdorf und Stripfing.

Mannsdorf 1:2 gegen den WAC, Stripfing 0:1 gegen Austria Lustenau – die ÖFB-Cup-Ergebnisse fielen denkbar knapp aus, obwohl die beiden Gegner jeweils zwei Spielklassen höher beheimatet sind. Außergewöhnlich? Nicht besonders. Enge Resultate treten mittlerweile fast häufiger auf als Schützenfeste.

Das ist sicher der besonderen Situation geschuldet, wenn ein mehr oder weniger großer Verein zu einem Underdog auf dessen Dorfplatz muss. Eine einschüchternde Kulisse blieb zwar vor allem in Mannsdorf aus, es ist aber trotzdem etwas anderes als in einem großen Stadion. Und der Favorit kann bekanntlich nur verlieren.

Viel mehr spielt aber wohl mit, dass die Grenzen zwischen den Top-Vereinen und jenen der dritten oder vierten Etage immer mehr verschwimmen. Als Mannsdorf einen neuen Trainer suchte und sich für Herbert Gager entschied, sprach man auch mit Gerald Baumgartner. Der coacht jetzt Mattersburg. Von dort kam Ingo Klemen via den Amateuren nach Stripfing, andere dockten direkt aus der Bundesliga an. Ostligist FC Karabakh holte jetzt gar Ümit Korkmaz aus St. Pölten.

Viele Spieler der Underdogs kennen die Cup-Situation also auch von der anderen Seite und sind noch dazu voll im Saft. So überraschend wie auf den ersten Blick sind die knappen Ergebnisse also nicht.