Erstellt am 29. September 2015, 08:52

von David Aichinger

Unmöglich ist beim UHC nichts. David Aichinger über den emotionalen Rücktritt von Peter Blaha.

Der UHC Gänserndorf sehnt sich seit Jahren nach Ruhe und Kontinuität, ist aber wieder einmal beim Gegenteil gelandet. Der sportliche Leiter Peter Blaha war nach dem verspielten Sieg gegen Trofaiach am Samstag so sauer, dass er sich zum Rücktritt entschloss. Keine zehn Minuten nach der Schlusssirene hatte er darüber nicht nur Obmann Hartwig Schmoldas, sondern über die NÖN auch bewusst die Öffentlichkeit informiert. Sein Ärger über Trainer Marian Rummel – berechtigt oder nicht – war zu groß.

Schon im Sommer hatte sich Blaha schwer mit der Beförderung des langjährigen Nachwuchs-Coachs zur „Ersten“ anfreunden können. Die letzten drei Trainer, von denen Csoka und Frey nicht funktionierten, und Hianik nur als Retter einsprang, waren seine Wahl gewesen. Diesmal hatte sich der restliche Vorstand durchgesetzt.
Dass Blaha früher oder später Kritik bei Misserfolg äußert, war naheliegend – Zeitpunkt, Ausmaß und der gewählte Weg nun aber richtig heftig.

Vor der heutigen Vorstandssitzung hat sich der sportliche Leiter damit völlig isoliert. Obmann Schmoldas wollte die öffentlichen Wogen noch glätten, um Blaha auf der Sitzung von einer Zukunft als sportlicher Leiter zu überzeugen. Für Ersteres war es schon zu spät, und auch Zweiteres scheint aktuell unmöglich. Dieses Wort sollte man beim UHC aber wohl nie verwenden.