Erstellt am 06. April 2016, 05:04

von David Aichinger

Warum Prehsel so bemüht ist. David Aichinger über einen Ausreißer in der Außendarstellung der Mannsdorfer.

Besser hätte das Wochenende für den SC Mannsdorf nicht laufen können. Präsident Wolfgang Macho schielte nach dem Sieg über Waidhofen schon auf die Samstag-Spiele von Krems und Kottingbrunn und fand: „So ein Unentschieden bei einem oder beiden Spielen wäre doch nett.“ Es sollte noch besser kommen: Beide verloren, Mannsdorf hält bei neun Punkten Vorsprung.

Trainer Christian Prehsel drückt dennoch unentwegt auf die Euphoriebremse. Der volle Fokus gilt dem nächsten Spiel, was danach kommt, interessiert ihn nicht. Sein Team teilt diese Einstellung, und auch der Präsident unterdrückt die Vorfreude auf das, was vielleicht kommen mag, um Ruhe in der täglichen Trainingsarbeit zu sichern.

Umso erstaunlicher war, wie offensiv Obmann Manfred Vettermann in der „Kronen Zeitung“ vom Montag zitiert wurde: Sein Verein richte sich schon für die Regionalliga ein, stand da in großen Lettern. Ob gewollt oder nicht: Als Topteam der Landesliga erregt man mehr Aufmerksamkeit als noch in der 1. Klasse.

Schlagzeilen sind schnell geschrieben, der nächste Gegner rasch extra motiviert. „Ihr seht euch schon in der Regionalliga? Das werden wir sehen“, könnte es etwa am Samstag in der Gaflenz-Kabine heißen. Prehsel weiß das. Genau deshalb war und ist er so bemüht, den Ball flach zu halten.