Erstellt am 19. Mai 2016, 05:44

von Erwin Nußbaum

Kornblume für Tanzveranstaltung: Streit um Feier. SJ-Bezirksvorsitzende Jacqueline Wehofer attackiert die FPÖ für dieVerwendung der umstrittenen Kornblume als Symbol für eine blaue Tanzveranstaltung.

FP-Bezirkschef Steindl: "SJ sollte Zeit lieber sinnvoll nutzen." SJ-Bezirkschefin Wehofer: »FP steckt in braunem Sumpf.«  |  NOEN, Archiv

Die Gemeinde-FP lädt am kommenden Samstag zum „1. Kornblumenball Untersiebenbrunn“. Was als buntes Event außerhalb der Ball-Saison anmutet, stößt der Sozialistischen Jugend (SJ) im Bezirk sauer auf: „Die Kornblume ist als geheimes Erkennungszeichen der illegalen Nationalsozialisten in den 30er-Jahren bekannt.“

x  |  NOEN, Shutterstock/PremiumArt
Dass die FPÖ im Bezirk Gänserndorf sich weiter Richtung rechtsaußen bewege, sei offensichtlich: „Ich empfehle der FP im Bezirk den Kauf eines Geschichtsbuches“, so Julia Jakob, Landesvorsitzende der SJ Niederösterreich.

„Nazi-Symbole gehören auf den Misthaufen der Geschichte, nicht in den Ballsaal.“ Jacqueline Wehofer, Bezirksvorsitzende und Vize-Landesvorsitzende der SJ, schlägt in dieselbe Kerbe und schließt mit den Worten: „Die Anbiederung der Bezirks-FP an Rechtsextreme und NS-Sympathisant ist symptomatisch für eine Partei, deren Präsidentschaftskandidat selbst keine klare Abgrenzung zur extremen Rechten findet.“

FP-Steindl: SJ verbreitet Verschwörungstheorien

FP-Bezirkschef Herbert Steindl kontert gelassen: „Es interessiert niemanden, welche Verschwörungstheorien der SJ schon wieder einfallen.“ Und der Blaue weiter: „Da der Nachwuchs der Roten gerne Ratschläge gibt, darf auch ich einen anbringen: Sie lockt nämlich mit der 75. Meldung über dieselbe uninteressante Geschichte niemanden mehr hinter dem Ofen hervor.“

Steindl meint abschließend, dass die SJ lieber Wahlwerbung für Norbert Hofer machen soll: „So hätten sie ihre Zeit vernünftig genutzt“. Im NÖN-Gespräch danach gefragt, warum man gerade die umstrittene Kornblume als Symbol für den FPÖ-Ball genommen hat, antwortet Steindl lakonisch: „Weil sie eben blau ist.“