Erstellt am 05. Mai 2016, 05:04

von Markus Szelnekovics

Mail-Streit um BP-Wahl: Ripfl holt aus. Elektronisches Rundschreiben von Grünen-Gemeinderat Lukas Schwarz mit der Bitte, Alexander Van der Bellen bei der Stichwahl zu unterstützen, erhitzt die Gemüter bei der FPÖ.

RFJ-Obmann Ripfl: »Genau mit solchen Aktionen bewirken die Grünen das Gegenteil von dem was sie vorgeben tun zu wollen.«  |  NOEN, Archiv

Die Bundespräsidenten-Stichwahl zwischen Alexander Van der Bellen und Norbert Hofer am 22. Mai wirft ihre Schatten voraus und lässt auch die Jungen der Parteien aufeinander losgehen. 

Kürzlich erreichte alle Bürgermeister und Vizebürgermeister im Bezirk Gänserndorf eine E-Mail von Leopoldsdorfs Grünen-Gemeinderat Lukas Schwarz mit der Bitte, sich einem Personenkomitee von Alexander Van der Bellen anzuschließen, um die ‚spaltende FPÖ‘ zu verhindern“, berichtet Orths FP-Gemeinderat und RFJ-Bezirksobmann Markus Ripfl im NÖN-Gespräch (besagte E-Mail liegt der Redaktion vor).

Schwarz: "Mein Recht andere zu überzeugen"

Genau durch solche Aktionen würden die Grünen genau das Gegenteil von dem bewirken, was sie vorgeben, tun zu wollen, kritisiert Ripfl das Vorgehen des Grünen-Bezirksjugendsprechers. „Nicht, dass ich mir von den Grünen auch nur irgendetwas Sinnvolles erwartet hätte. Aber dass sie so massiv versuchen, einen Keil gegen alle Freiheitlichen in die Gesellschaft zu treiben, schockiert mich doch ein wenig. Immerhin haben mehr als ein Drittel der Wähler den freiheitlichen Kandidaten Norbert Hofer gewählt“, so der Jung-Blaue weiter.

Mit dem Vorwurf von Ripfl konfrontiert, kontert Lukas Schwarz von den Grünen mit einem knappen Statement: „Ich unterstütze Alexander Van der Bellen und dazu stehe ich auch. Für mich ist er der bessere Kandidat. Daher versuche ich, auch andere von ihm zu überzeugen. Das ist mein Recht als engagierter Bürger. Dass das nicht allen gefällt, liegt in der Natur der Sache. Kritiker müssen ja nicht mitmachen.“

Wenn in der gespannten Wahl-Situation bereits eine E-Mail ausreicht, um zwischenparteiliche Rivalitäten auch bei den Jungen anzuheizen, verspricht die Zeit bis zur Stichwahl spannend zu werden.