Erstellt am 13. Januar 2016, 05:03

von Nina Wieneritsch

Mann (19) von Zug getötet. Dramatische Szenen spielten sich am Bahndamm ab: Das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes musste am Unglücksort rund 20 Jugendliche samt Elternteilen betreuen.

 |  NOEN, ÖBB (Symbol)

Vergangene Woche ereignete sich auf dem Hohenauer Bahndamm ein folgenschweres Unglück: Ein 19-jähriger Mann wurde gegen 22.30 Uhr im Umfeld des Bahnhofs von einem vorbeifahrenden Zug erfasst und dabei tödlich verletzt.

Das junge Todesopfer war in der örtlichen Jugendszene offenbar nicht unbekannt – das Rote Kreuz musste sich am Unglücksort gleich um eine Schar an jungen Menschen kümmern, die vor Ort waren.

Feuerwehrmann kannte das 19-jährige Opfer

„Unser Kriseninterventionsteam hatte rund 20 Jugendliche sowie einige Eltern zu betreuen“, schildert Zistersdorfs Rotkreuz-Bezirksstellengeschäftsführer Bernhard Seidl. Auch der Lokführer stand unter Schock und wurde versorgt. Zusätzlich musste eine professionelle Psychologin des Akut-Teams herangezogen werden.

Auch die Polizei und die Hohenauer Feuerwehr waren vor Ort. Ein FF-Kamerad musste – weil er den Verunglückten gekannt hatte – ebenfalls vom Roten Kreuz betreut werden, wie Feuerwehr-Kommandant Alfred Grössl schildert. Die Ursache, warum der 19-Jährige von dem Zug erfasst wurde, konnte bis dato nicht geklärt werden.