Erstellt am 18. August 2016, 11:23

von Erwin Nußbaum

Angst um die Zwiebel: „Falscher Mehltau“ wütet. Bauern kämpfen derzeit mit einem heftigen Ausbruch der Pilzkrankheit. Bauernkammer-Obmann Zörnpfenning geht von 30 Prozent Verlust aus.

Vielen Bauern kommen die Tränen: Der „Falsche Mehltau“ bedroht derzeit die diesjährige Zwiebelernte in der Region Marchfeld.  |  NOEN

Sie ist als Küchen-Zutat in aller Munde und sollte auch als altbewährtes Hausmittel gegen Erkältungen, Husten und Wespenstiche in keiner Hausapotheke fehlen: Die Rede ist von der Zwiebel – und sie ist es auch, die vielen Bauern im Bezirk gerade schlaflose Nächte bereitet – denn der „Falsche Mehltau“ greift um sich.

Die großen Niederschlagsmengen und hohe Luftfeuchtigkeit seit Juli haben in der aktuellen Ernteperiode zu einem gravierenden Ausbruch der heimtückischen Pilzkrankheit geführt. Bezirksbauernkammer-Obmann Manfred Zörnpfenning erklärt die aktuelle Lage: „Der ‚Falsche Mehltau‘ tritt bei hoher Luftfeuchtigkeit und Regen vor allem in Staulagen auf, die aufgrund der örtlichen Verhältnisse nur schlecht belüftet werden.“ Vorsichtige Schätzungen gehen derzeit von etwa 30 % Verlusten bei der diesjährigen Zwiebelernte aus.

Zur Information: Die Sporen des „Falschen Mehltaus“ dringen in die Zwiebel ein, wo sie zwischen den Zellen ein Geflecht ausbilden. Die Pilze entnehmen der Pflanze Nährstoffe und schädigen sie dadurch. Die Krankheit verbreitet sich vor allem unter feuchtwarmen Bedingungen im Feld oder in Gewächshäusern.