Erstellt am 02. Dezember 2015, 05:03

von Thomas Schindler

Donau-Damm wird saniert. Nach dem March-Damm wird nun auch jener neben der Donau zwischen Wien und Hainburg verstärkt. Bau startet 2016. Kostenpunkt: 60 Millionen Euro.

Hermann Schultes (ÖVP-Bauernbund): TTIP bietet auch Chancen.  |  NOEN, ÖVP

Die großen Hochwasserereignisse der letzten Jahre zeigten den teilweise schlechten Zustand des Marchfeld-Schutzdammes entlang der Donau zwischen Wien und der March-Mündung auf. „Deshalb wird der Wall nun verstärkt, verbreitert und erhöht“, freut sich VP-Nationalrat Hermann Schultes. Mit den Vorarbeiten (Rodungen zum Beispiel) soll bereits diesen Dezember begonnen werden.

Bauzeit: 2016 bis 2019

Konkret geht es um eine Länge von 31 Kilometern. Die geplante Bauzeit: 2016 bis 2019 (Restarbeiten bis 2022). Die Kosten für die Sanierung werden auf etwa 60 Millionen Euro geschätzt.

Zur Erinnerung: Beim letzten großen Donau-Hochwasser 2013 mussten zahlreiche Stellen des Marchfeld-Schutzdammes – er stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts – mit viel Material aktiv verteidigt werden. Daher war in den betroffenen Marchfeld-Gemeinden die Sorge groß, dass der Wall einem neuen großen Hochwasser nicht mehr gewachsen wäre.

Auch Rußbach-Damm wird erneuert

Wie wird er nun verstärkt? Mittels einer Dichtwand soll die Durchsickerung des Dammes künftig verhindert werden. Eine sogenannte Deckschicht-Entspannung schützt vor einem Dammbruch durch die Auftriebskraft des Grundwassers. Trotzdem kann das Grundwasser so wie bisher in den Auwald strömen. Zusätzlich werden Verteidigungswege geschaffen, damit die Einsatzkräfte im Hochwasserfall den Wall gut erreichen können.

Diese Bauweise wurde schon bei der Sanierung des Hochwasserschutzdammes entlang der March erfolgreich umgesetzt. Auch der Rußbach-Damm, der 2013 zu brechen drohte, soll an den Stand der Technik angepasst werden, betont Schultes abschließend.