Erstellt am 08. Oktober 2015, 06:02

von Robert Knotz

Kogel schaffte es ins TV. Die Disskussion um das Großprojekt Marchfeldkogel setzte sich nun in einer Fernsehsendung fort. Bürgeranwalt Peter Fichtenbauer befasst sich nun mit dem Thema.

So soll das geplante Projekt einmal aussehen. Ein 40 Meter hoher Hügel aus Baurestmassen soll als Erholungsgebiet fungieren.  |  NOEN, Archiv

Wieder ist der Marchfeldkogel in aller Munde.Während die Betreiber angebliche verbotene Materialablagerungen dementieren, schaffte es der Kogel, in der TV- Sendung „Bürgeranwalt“ Thema zu sein.

Aber der Reihe nach: Die NÖN berichtete bereits von anonymen Schreiben, dass auf dem Gelände des geplanten Großprojekts – ein 40 Meter hoher Berg aus Baurestmassen soll aufgeschüttet und als Naherholungsgebiet begrünt werden – bereits Ablagerungen erfolgt sein sollen. Im Rahmen einer Prüfung durch das Land NÖ wurde dies widerlegt.

Das 41-seitige Gutachten liegt der NÖN vor. Auch der Vorsitzende der Volksanwaltschaft, Peter Fichtenbauer, befasste sich nun mit der Thematik: In der Fernsehsendung „Bürgeranwalt“, moderiert von Peter Resetarits, standen die Gegner des Kogels unlängst vor den ORF-Kameras. VP-Gemeinderat Christian Bauer berichtete in der Sendung über die Ängste und Zweifel der Bevölkerung.

Auch Anrainer kamen zu Wort 

An seiner Seite war der Anwalt der Bürgerinitiative, Wolfgang List. In Einspielungen kamen auch Anrainer mit ihren Bedenken zu Wort: zunehmender Lkw-Verkehr, ein Ansteigen der Feinstaubbelastung und auch Angst vor einer Verunreinigung des Grundwassers. Bedenken, die der Verantwortliche der Landesregierung, Josef Muttenthaler, auch nicht völlig ausräumen konnte.

Es werde weitere Prüfungen und die Erstellung neuer Gutachtengeben. Die Kogelgegner sprechen in einer Aussendung von einem Erfolg und einem Konsens. Muttentaler wird dabei als fairer Verhandlungspartner bezeichnet. SP-Bürgermeister Helmut Fellinger und Vertreter der eingeladenen Projektbetreiber waren zur Fernsehsendung nicht erschienen.