Erstellt am 24. März 2016, 05:04

von Manuel Mattes

Mastenstreit in Fastenzeit. Bürgerlisten-Chef Paul Ebhart stößt sich an Beschluss des Ortsparlaments, wonach alte Holz-Strommasten in Besitz der Gemeinde übergehen sollen: "Das ist Sondermüll."

 |  NOEN

„Die SP-Führung handelt kurzsichtig und auf Kosten künftiger Generationen.“ – Harscher Worte bedient sich Bürgerlisten-Chef Paul Ebhart und bezieht sich dabei auf die Stromleitungsmasten, die über weite Teile das Bild der Marktgemeinde prägen. Was stört ihn?

"Hypothek für künftige Generationen"

„Der Ort hat sich verpflichtet, einige dieser Masten im Ortsteil Silberwald von der EVN zu übernehmen, weil dort auf Erdverkabelung umgestellt wird und die Masten somit nicht mehr benötigt werden. Dabei handelt es sich um eine Hypothek für künftige Generationen.“ Warum? „Die Masten sind Sondermüll und sehr teuer in der Entsorgung, da sie mit einer toxischen Substanz behandelt sind. Der Deal mit der EVN geht auf Kosten der Gemeinde“, so Ebhart weiter.

Bereits im Dezember 2003 und auch danach habe er im Ortsparlament darauf hingewiesen, dass eine Umstellung auf Erdverkabelung sinnvoll sei – „natürlich im Bewusstsein, dass das etwas kostet. Hätte man aber damals schon komplett umgestellt, hätte man jetzt nicht das Masten-Problem“.

Was sagt SP-Bürgermeister Ludwig Deltl? „Ich habe bei den Verhandlungen mit der EVN erreicht, dass jeweils drei der fünf Kabel auf den Masten entsorgt werden. Dass wir kurzsichtig agieren, weise ich aufs Schärfste zurück. Man kann nur das ausgeben, was man einnimmt und nicht beliebig Schulden machen.“