Erstellt am 16. Dezember 2015, 04:03

von Nina Wieneritsch

"Mit 15.000 könnte man Besseres machen". SP-Stadtrat Österreicher hält von VP-Plänen zum erneuten Eintritt in die Kleinregion "Südliches Weinviertel"; nichts.

SP-Stadtrat Martin Österreicher hält den Wieder-Eintritt Zistersdorfs in die Kleinregion für nicht sinnvoll.  |  NOEN, Archiv

Die Stadt-ÖVP strebt den Wieder-Eintritt in die Kleinregion "Südliches Weinviertel" an – VP-Stadtrat Helmut Doschek stellte einen entsprechenden Dringlichkeitsantrag. Und das, obwohl man vor nur einem Jahr beschlossen hatte, aus der Kleinregion auszutreten. Über den Antrag wurde am Montag nach Redaktionsschluss im Gemeinderat abgestimmt.

Zuvor hatte sich SP-Stadtrat Martin Österreicher zu Wort gemeldet – so begeistert wie die ÖVP zeigt man sich nämlich auf Seiten der Roten nicht von den Vorteilen, die die neuerliche Mitgliedschaft bringen soll.

"Mitgliedschaft hat nichts gebracht"

„Ich sehe da nichts Positives“, so Österreicher. „Wir sind vor einem Jahr ausgetreten, weil die Mitgliedschaft nichts gebracht hat.“ Zudem würde der jährliche Mitgliedsbeitrag für die Großgemeinde etwa zwischen 12.000 und 15.000 Euro betragen – eine Summe, die anderswo besser investiert wäre. Da gäbe es etwa jede Menge Straßen- und Gehsteige, die saniert werden müssten, und, nicht zu vergessen, die Jugendförderung.

Und: Der von der VP angepriesene Vorteil des Breitband-Ausbaus sei nur ein Aufhänger für den Wieder-Eintritt. „Pröll hat gesagt, der Breitband-Ausbau passiert in ganz NÖ“ – warum sich die Gemeinde darum kümmern sollte, wo der Ausbau ohnehin vom Land ausgehe, sieht Österreicher nicht ein.

VP-Stadtrat Helmut Doschek gab sich wortkarg und wollte nur so viel sagen: „Das werden wir uns auf der Gemeinderatssitzung ausmachen.“
 


Info: Die Kleinregion

Bis dato zählte die Kleinregion „Südliches Weinviertel“ jedenfalls 13 Mitglieder:

Auersthal, Bad Pirawarth, Ebenthal, Gaweinstal (Bezirk Mistelbach), Groß-Schweinbarth, Hohenruppersdorf, Matzen-Raggendorf, Palterndorf-Dobermannsdorf, Prottes, Schönkirchen-Reyersdorf, Spannberg, Sulz und Velm-Götzendorf.

Gemeinsame Projekte betreffen Verwaltung und Bürgerservice, Kooperationen im Gesundheits-, Sozial- oder Wirtschaftsbereich und Raumentwicklung.