Erstellt am 02. Juni 2014, 16:41

von Thomas Schindler und Markus Szelnekovics

Mit 200 km/h in den Tod. Drama auf Straße | Wiener prallte mit seinem Pkw während eines Überholmanövers frontal gegen einen entgegenkommenden Lkw. Für den Autolenker kam jede Hilfe zu spät.

Diesen Crash hätte wohl niemand überlebt. Der Mercedes-Lenker war auf der Stelle tot.  |  NOEN, Smax
Zu einem tragischen Verkehrsunfall kam es am Montag im Gemeindegebiet von Raasdorf. Ein Mercedes-C220-Lenker war gegen 12.45 Uhr auf der Freilandstraße von Markgrafneusiedl kommend in Richtung Bundeshauptstadt unterwegs. Weil dem Wiener der vor ihm fahrende Pkw zu langsam war, setzte er zum Überholvorgang an.

Er war offenbar überzeugt davon, dass er genügend PS unter der Motorhaube hatte. Trotzdem kam der Lkw auf der Gegenfahrbahn immer näher. Der Mercedes-Lenker stieg aufs Gas, bis er fast 200 km/h erreicht hatte. Dann krachte es gewaltig. Der Mercedes bohrte sich in die Front des Lasters und wurde schließlich in das angrenzende Feld geschleudert. Der Wiener, der allein im Wagen saß, war auf der Stelle tot. Auch der Lkw landete im Acker. Sein Lenker, ebenfalls allein im Cockpit, wurde unbestimmten Grades verletzt.

Es sah aus wie nach einem Bombeneinschlag

Als die Feuerwehren aus Raasdorf, Markgrafneusiedl, Auersthal (Schadstoffzug) und Mistelbach (Kran) am Unfallort eintrafen, sah es aus wie nach einem Bombeneinschlag. Überall lagen Trümmer des Pkw und des Lkw. Der Mercedes-Motor lag irgendwo im Feld, genauso der Auspuff. Die gesamte betroffene Fahrbahn war voll Motoröl und Treibstoff.
Der alarmierte Rettungshubschrauber Christophorus 9 musste unverrichteter Dinge wieder abheben. Der Leichenwagen hingegen fuhr nicht leer zurück. Die Straße musste einige Stunden lang für die Aufräumarbeiten gesperrt werden.