Erstellt am 13. September 2015, 08:37

von Stefan Havranek

Mohnkapsel im Rosengartl. Viktoria Batyi präsentiert ihre Werke im Eckartsauer Kulturheurigen. Spontan entschloss sie sich, eines ihrer Bilder dem Marchfelder Sozialfonds zu spenden.

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Im Kulturheurigen „Zum Rosengartl“ wurde am Samstag die Vernissage von Viktoria Batyi eröffnet. Organisator Walter Sebestian gelang es somit, nach Künstlern aus Tschechien und der Slowakei auch eine Malerin aus Ungarn ins idyllische Eckartsauer Heurigenlokal zu locken.

Talent wurde quasi vererbt

Batyi bekam das Talent zur Malerei quasi vererbt: Schon ihre Großmutter, Juhaszne Albert Rozaliadie war eine berühmte Malerin. Nach einem Schicksalsschlag begann Batyi vor etwa einem Jahr, selbst zu Malen. Laudator Sebestian freute sich, mit der Ungarin eine Künstlerin, die „das Naive in der Kunst“ wieder salonfähig macht und bezeichnete ihre Stilrichtung auch als „Naive Kunst“. Die Künstlerin selbst, die mit ihren Werken auch ihre Kindheit aufarbeitet, vergleicht ihr Schaffen mit einer Mohnkapsel: „Sie birgt viele kleine Geheimnisse in sich, wie die Rassel eines Schamanen. Wenn die Samen aus der Kapsel fallen, werden sie in meiner Fantasie zu Bildern.“

Besonders beeindruckte den Organisator, dass Batyi sich sofort bereit erklärte, eines ihrer Bilder für die alljährliche Kunst-Tombola am „Sommerfest der Marchfelder“ auf Schloss Hof zu spenden: Die Erlöse der Tombola kommen dem Sozialfonds „Solidarität Marchfeld“ zugute, der in Not geratenen Marchfeldern Unterstützung bietet.