Erstellt am 31. Januar 2016, 05:03

von Jutta Hahslinger

Mutter spannte Kind bei Diebestouren ein. Als Einschleichdiebin tourte 31-jährige Ungarin durchs Weinviertel. Als sie ertappt wurde, bat sie dreist um ein Glas Wasser.

Richter Martin Bodner verhängte eine Freiheitsstrafe.  |  NOEN, Hahslinger

Die übliche Vorgangsweise einer Kriminaltouristin (31) aus Ungarn war, sich in Häuser einzuschleichen und die Räume nach Wertgegenständen und Bargeld zu durchsuchen. Wurde sie ertappt, war sie um keine Ausrede verlegen: Sie bat dreist um ein Glas Wasser oder fragte nach Altmetall. Am 8. Juni vergangenen Jahres bewies sie, dass sie auch ein Türschloss knacken konnte: Die 31-Jährige brach in Stockerau in ein Wohnhaus ein und stahl Schmuck und eine Münzensammlung im Wert von an die 500 Euro.

Zwei Monate nach dem erfolgreichen Coup im Bezirk Korneuburg kam die Ungarin wieder. Sie verlegte ihr „Betätigungsfeld“ aber in den Bezirk Gänserndorf. In Begleitung ihrer 13-jährigen Tochter schlich sich die Ungarin in ein unversperrtes Haus in Oberweiden ein. Sie durchstöberte gerade einen Schuhkasten, als sie der 18-jährige Sohn des Hauses überraschte und das Duo verjagte. Fassungslos beobachtete der 18-Jährige dann, wie das Gespann einfach ins Nachbarhaus hineinging. Er setzte dem Frauengespann nach und vertrieb es.

Auch in Wagram/Donau hatte die Ungarin keinen Erfolg: Die Tochter des Hauses überraschte die 31-Jährige beim Versuch, die Terrassentür aufzubrechen. Auch in Deutsch-Wagram scheiterte die Ungarin beim Versuch, über ein eingeschlagenes Fenster in ein Wohnhaus einzudringen – der Briefträger störte. Mehr Glück hatte die 31-Jährige in Mannersdorf: Sie plünderte einen offenen Wagen.

Schlussendlich klickten für die Diebin aber die Handschellen. Für die in ihrer Heimat einschlägig vorbestrafte Ungarin setzte es 24 Monate, davon muss sie acht Monate hinter Gittern absitzen – rechtskräftig