Erstellt am 29. Februar 2016, 05:04

von Nina Wieneritsch

Nach Einbrüchen: Jugend baut aus. Ein dreistöckiger ehemaliger Herrschaftskeller ist das neue Herzeigeprojekt des "Club Pali" und soll bald fertig sein.

Der dreistöckige ehemalige Herrschaftskeller wurde angekauft und ist mittlerweile fast fertig saniert.  |  NOEN, Jugend

Ein abbruchreifes Presshaus, das der örtliche Jugendverein "Club Pali" in seinem Gründungsjahr 1994 von der Gemeinde übernommen hatte, diente bis dato als alleiniges „Headquarter“. In den vergangenen Jahren wurde dieses von den Vereinsmitgliedern in Eigenregie hergerichtet und das, obwohl man bereits dreimal Rückschläge einstecken musste.

Im Jahr 2002 sowie im März und im Dezember des Vorjahres brachen Unbekannte in das Jugendheim ein, verursachten Sachschäden, nahmen Fotoapparate und Getränke mit. Eine Anzeige liegt der Polizei vor, bisher jedoch ohne Ergebnis, wie Vereinsgründer Christian Strahner schildert. Deshalb überlege man im Vorstand Sicherheitsmaßnahmen und Belohnungen zur Täterausforschung.

Doch weil gestern Geschichte ist und der „Club Pali“ mit seinem neu gewählten Vorstand mit Obmann Fobert Fembek in die Zukunft blicken möchte, bastelt man bereits am nächsten Projekt: Das Team rund um Neo-Obmann Robert Fembek hat sich auch dem Vis-a-vis-Keller – einem dreistöckigen, ehemaligen Herrschaftskeller inklusive Steinpresse aus dem Jahr 1863 – angenommen.

Neue Unterkunft soll bald fertig sein 

Dach und Fassade erstrahlen bereits in neuem Glanz, in zwei Wochen soll auch die eingebrochene Kellerröhre fertig saniert sein. Finanziert wurde das Projekt mit Förderungen des Landes NÖ und der Gemeinde.

Weil jedoch neben den Renovierungsarbeiten auch das Vereinsleben nicht zu kurz kommen darf, sind die nächsten Aktivitäten schon geplant: Neben den alljährlichen Veranstaltungen wird es am Sonntag, 5. Juni, quasi als offizielle Eröffnung des Jugendheims, ein Frühschoppen mit dem örtlichen Musikverein geben.

„Der ,Club Pali’ kann mit Stolz auf arbeitsreiche und sehr erfolgreiche 22 Jahre zurückblicken und würde sich wünschen, auch die nächsten Generationen für den Verein zu begeistern“, so Strahner abschließend.