Orth an der Donau

Erstellt am 10. August 2016, 05:00

von Erwin Nußbaum

Aus für Post in Orth. Zweigstelle macht seit Jahren Verlust und soll demnächst aufgelassen werden – Regulierungsbehörde muss noch zustimmen. VP-Ortschef Mayer zeigt sich „wenig erfreut“.

Das Postamt in Orth mit angeschlossener BAWAG-Postsparkasse soll im Herbst 2016 zugesperrt werden.  |  Schordan

Vor allem für ältere und wenig mobile Personen ist es eine Hiobsbotschaft, wenn die Post-Filiale im eigenen Ort endgültig ihre Pforten schließt. Nachdem vor einigen Wochen bereits die Zweigstelle in Lassee aufgegeben wurde, plant die Österreichische Post AG, auch ihren Standort in Orth an der Donau zu schließen.

VP-Bürgermeister Johann Mayer zeigt sich darüber wenig erfreut und hofft, dass zumindest bald ein Postpartner gefunden werden kann. Er sieht außerdem nicht ein, „dass man gewachsene Strukturen mit einer guten Geschäftsführung einfach schließt.“ Wie rechtfertigt die Post ihren Schritt hin zur Schließung?

„Wir haben die Filiale in Orth bei der Regulierungsbehörde zur Schließung eingemeldet, da diese leider defizitär ist – und das schon zumindest drei Jahre in Folge. Ohne das Defizit dürften wir eine Schließung auch gar nicht beantragen“, heißt es vonseiten der Post.

"Stetiger Rückgang im Briefgeschäft"

Und weiter: „Leider macht sich der stetige Rückgang im Briefgeschäft (jährlich 3-5 %, Anm.) auch in den Filialumsätzen bemerkbar. Die Behörde hat ab unserer Einmeldung im Juli drei Monate Zeit, die Zahlen zu prüfen und einer Schließung zuzustimmen.“

Die Mitarbeiter der Post seien bereits auf der Suche nach einem potenziellen Post-Partner, um einen nahtlosen Übergang von Filial- zu privater Betreuung zu gewährleisten – und es gebe auch bereits Bewerber, deren Namen aber bis Vertragsabschluss noch nicht genannt werden können.

Umfrage beendet

  • Nach Schließungen: Gibt es zu wenige Post-Filialen?