Erstellt am 30. Dezember 2015, 05:03

von Thomas Schindler

Neues Hallenbad: Werden alle mitzahlen?. In den nächsten Monaten fällt die Entscheidung, ob sich 23 Marchfelder Gemeinden am Bau eines 4,5 Millionen Euro teuren „Regionsbades“ beteiligen würden.

Der Plan ist nicht neu: Das in die Jahre gekommene Gänserndorfer Hallenbad abreißen und ein moderneres aus dem Boden stampfen  |  Schindler

Und wieder gibt es eine neue Studie zum Thema Gänserndorfer Hallenbad. Diesmal wurde sie vom Wiener „KDZ Zentrum für Verwaltungsforschung“ verfasst und trägt den Titel „Regionsbad – Kooperationspotenziale und Umsetzungskonzept“.

4,5 Millionen Euro für neues Bad

Laut Studie brächte eine 3,6 Millionen Euro teure Sanierung des derzeitigen schwer defizitären Hallenbades (zuletzt fast 450.000 Euro Minus pro Jahr) nicht den gewünschten Erfolg. Stattdessen sollte es abgerissen und auf dem Gelände des Freibades neu errichtet werden. Das jetzige Freibad wäre dann Geschichte.

Ein neues Hallenbad würde mindestens 4,5 Millionen Euro verschlingen. Dazu kämen noch die Kosten für den Abbruch der bestehenden Anlage und die Errichtung von Parkflächen, was sich auf etwa 700.000 Euro belaufen würde. Dafür wäre der jährliche Abgang bei einem neuen Bad deutlich niedriger – im Schnitt 269.000 Euro.

Das Regionsbad würde in erster Linie den Schulen des Marchfelds zugutekommen, weiters dann den Vereinen und Familien. Nachdem das Land NÖ nur ein kommunales Gemeinschaftsprojekt finanziell fördern würde, richtet sich die Studie an den Marev (Marchfelder Regionalentwicklungs-Verein), dem alle 23 Marchfeld-Gemeinden angehören.

Alle Gemeinden müssten mitmachen

Und jede dieser 23 Kommunen (Aderklaa, Andlersdorf, Deutsch-Wagram, Eckartsau, Engelhartstetten, Gänserndorf, Glinzendorf, Groß-Enzersdorf, Großhofen, Haringsee, Lassee, Leopoldsdorf, Mannsdorf, Marchegg, Markgrafneusiedl, Obersiebenbrunn, Orth, Parbasdorf, Raasdorf, Strasshof, Untersiebenbrunn, Weiden und Weikendorf) soll nun einen Grundsatzbeschluss für eine Beteiligung an der Bad-Kooperation herbeiführen.

Unumgänglich scheint, dass alle 23 Gemeinden mitmachen müssen, andernfalls dürfte das Projekt nicht umsetzbar sein. Wie sieht der Finanzierungsschlüssel aus? Kleinere Kommunen müssten 500 Euro im Jahr beitragen, mittlere zwischen 2.000 und 5.000 Euro und die großen 10.000 Euro. Die Stadt Gänserndorf würde mit 273.000 Euro den Löwenanteil zahlen, die anderen 22 Marev-Gemeinden würden gemeinsam 77.000 Euro beisteuern.


Der Studienautor

Das „KDZ Zentrum für Verwaltungsforschung“ ist Kompetenzzentrum und Wissensplattform für Public Management, Finanzwirtschaft und Stadtwirtschaft. KDZ ist ein gemeinnütziger Verein und bietet dem öffentlichen Sektor angewandte Forschung, Beratung und Weiterbildung an.