Strasshof an der Nordbahn

Erstellt am 04. August 2016, 05:00

von Michaela Fiala

Strasshoferin verpasste Finale knapp. Drei Hindernisse meisterte Pamela Forster problemlos – eine kleine Unaufmerksamkeit sorgte aber für das Aus.

 |  RTL

Am Freitag startete die 29-jährige Athletin Pamela Forster bei der actionreichen RTL-Show „Ninja Warrior Germany“. In vier Etappen nahmen 240 Athleten an dem kräfteraubenden Hindernisparcours in Karlsruhe teil.

Forster meisterte 5-Sprung (schräge Plattformen), Paraglider (Schwung mit an einem schwenkbaren Ring befestigten Tüchern zu senkrechtem Seil und Matte) und Schleudergang (waagrechte rollende Walze) souverän. Nach dem Sprung vom Minitrampolin zur Reckstange katapultierte sie sich in ein Cargonetz, an dem sie sich mit extremer Körperspannung entlanghangeln musste.

Doch ihr Rücken berührte das Wasser und damit war der Parcours für Forster hier zu Ende. Sie hätte nur noch zwei Hindernisse (schwingende Körbe und 4-Meter-Wand) bewältigen müssen. Nach der Ausstrahlung der Sendung erzählte die hübsche Sportlerin der NÖN ihre persönlichen Eindrücke.

NÖN: Was macht den Reiz von „Ninja Warrior“ für dich aus?

Forster: Bei Parkour (eine Sportart, bei der Hindernisse im städtischen Raum nur mit Körperkraft so effizient wie möglich überwunden werden, Anm.) dauert es manchmal Jahre, bis du eine Challenge erfolgreich bewältigen kannst. Bei „Ninja Warrior“ gibt es eine Chance und die musst du nutzen.

Wie war dein erster Eindruck, als du den Parcours gesehen hast?

Forster: Er war riesig, ich wusste, dass ich mir meine Kraft einteilen muss und meine Konzentration nicht verlieren darf.

Wie hast du die einzelnen Hindernisse bewältigt?

Forster: Beim 5-Sprung waren die ersten beiden Plattformen problemlos, die dritte war sehr weit entfernt, ich musste also Gas geben, um weiterzukommen. Beim Paraglider war mir klar, dass ich viel Glück brauchte, um den Absprung richtig zu erwischen und das Seil exakt zu fangen. Der Schleudergang war die leichteste Station für mich, ich profitierte von meiner Erfahrung als Kunstturnerin am Schwebebalken, ebenso wie beim Minitramp und am Reck.

Hat dich am Cargonetz die Kraft verlassen?

Forster: Nein, im Gegenteil, ich war voll fit, hatte noch genügend Kraft und Adrenalin. Ich habe den geringen Abstand zwischen Wasser und Netz einfach falsch eingeschätzt und habe mich gedanklich schon auf die schwingenden Körbe, die für mich eine große Herausforderung waren, eingestellt. Dieser dumme Fehler hat mich den Finaleinzug gekostet, die 20 besten Teilnehmer durften ins Finale, ich landete auf Platz 21.

Konntest du die Zurufe des Publikums hören?

Forster: Ich habe in dem Parcours die Umwelt komplett ausgeblendet und mich nur auf mich selbst konzentriert, deshalb habe ich auch nicht gehört, wie mir das Publikum zugerufen hat, dass ich mich zu nahe am Wasser befinde.

Was sind deine nächsten Ziele?

Forster: Ich werde an einer ORF-Kids-Show und einer Show bei der Linzer Klangwolke teilnehmen und habe noch einige Stuntaufträge. Nach einer kurzen Erholungspause konzentriere ich mich ab September wieder auf das Parkour-Training. Ich werde mich auch im kommenden Jahr wieder bei „Ninja Warrior Germany“ bewerben und bin sicher, dass ich den Parcours das nächste Mal schaffen werde. Ich bin sehr ehrgeizig.