Erstellt am 19. Mai 2016, 04:34

von Thomas Schindler

Bürgermeister Lobner über Neugestaltung des Marktplatzes. VP-Bürgermeister René Lobner will den Platz neben der Stadtbibliothek komplett neu gestalten. Auch für das Zielpunkt-Gelände gibt es nun interessante Ideen.

Gänserndorfs ÖVP-Bürgermeister René Lobner: »Wir haben viel vor, um die Stadt zu verschönern und zu beleben.«  |  NOEN, Schindler

Gleich vorweg: Der Marktplatz an der Bahnstraße soll ein Ort der Kommunikation mit Gastronomie-Lokal, Geschäften und grünen Elementen werden. Auf dem Areal des ehemaligen Zielpunkt-Supermarkts wiederum sollen Wohnungen, Büros und Geschäfte entstehen. Im NÖN-Interview präzisiert VP-Bürgermeister und Landtagsabgeordneter René Lobner seine Pläne.

NÖN: Gänserndorf befindet sich derzeit mitten in der Stadtentwicklungsphase. Wie sieht die Zukunft des Marktplatzes aus?

Lobner: Am 13. Juni kommen Landschaftsplaner von „Niederösterreich gestalten“ in die Stadt. Die werden uns beraten, wie wir hier einen attraktiven Platz errichten können, auch was die Parkraum- und Verkehrssituation betrifft. Es soll auf jeden Fall ein Ort des Wohlfühlens werden. Vielleicht veranstalten wir dann auch einen Architekten-Wettbewerb. Die Ergebnisse würden wir der Bevölkerung vorstellen. Diese könnten dann ihre Vorschläge präsentieren, die schließlich von den Architekten eingearbeitet werden.

Wer soll die Umgestaltung des Marktplatzes bezahlen?

Lobner: Natürlich brauchen wir einen Investor, der die notwendigen Gebäude für die Gastronomie und andere Geschäfte errichtet. Die Gemeinde würde die Grundstücke dafür zur Verfügung stellen – hier geht es immerhin um 6.000 Quadratmeter. Wichtig für mich ist, dass nicht alles zugepflastert wird. Der Platz muss schon grün bleiben. Nächstes Jahr soll auf jeden Fall mit dem Umbau gestartet werden.

Wann könnte das Projekt abgeschlossen sein?

Lobner: Meine Wunschvorstellung wäre eine Bauzeit von etwa zwei Jahren. Hier handelt es sich schon um ein großes Projekt und eine größere Investition. Das Ziel ist, eine Verbindung, also einen Weg vom Kinosteg, der ja auch noch saniert wird, bis zur Bahnstraße zu schaffen. Es gibt auch die Idee, unter dem Marktplatz eine Tiefgarage zu bauen. Da müssen aber die Experten sagen, was sinnvoll ist und was nicht. Eine Tiefgarage kostet natürlich wesentlich mehr als eine Wiese.

Für die ehemalige Zielpunkt-Filiale konnte kein Nachnutzer gefunden werden. Wie sieht nun der Plan für dieses Areal aus?

Lobner: Die Liegenschaft ist 5.000 Quadratmeter groß, damit kann man schon etwas anfangen. Ich habe mit der NÖ Bau- und Siedlungsgenossenschaft „NBG“ sowie mit der Firma „AC Wohnen“ verhandelt. Beide sind verlässliche Partner, mit denen man gut kooperieren kann. Gemeinsam wollen wir ein vielversprechendes Projekt verwirklichen.

Was genau soll hier aus dem Boden gestampft werden?

Lobner: Zuerst muss einmal die Liegenschaft gekauft werden. Dann sollen Gebäude errichtet werden – für Wohnungen, Gewerbe, Büros, eine Arztpraxis, einen kleinen Nahversorger und ein Kaffeehaus. In zwei bis drei Jahren könnte das Bauprojekt abgeschlossen sein.