Erstellt am 21. Oktober 2016, 05:00

von Nina Wieneritsch

Stefanie Werger: Premiere in Hohenau. Austropop-Urgestein Stefanie Werger begeistert am Samstag, 12. November, im Atrium mit neuem Album im Gepäck. Der NÖN stand sie schon jetzt Rede und Antwort.

Austropop-Künstlerin Stefanie Werger live im Veranstaltungszentrum Atrium. Tickets sind österreichweit bei allen OeTicket-Vorverkaufsstellen sowie im Internet unter www.oeticket.com erhältlich.Inge Prader  |  NOEN

Stefanie Werger – Powerfrau, Rock-Röhre, Austropop-Legende – ist mit neuem Buch („Als ich auszog, berühmt zu werden“) und neuem Programm wieder da – und feiert damit am Samstag, 12. November, Premiere!

In Hohenau präsentiert die gebürtige Steirerin „Schene Liada, wüde G’schichtn“ erstmals vor Publikum, und zwar im Veranstaltungszentrum Atrium. (Tickets gibt’s im Internet unter www.oeticket.com sowie bei allen OeTicket-Vorverkaufsstellen.) Der NÖN verriet die selbst ernannte „Liederatin“ im NÖN-Interview schon jetzt, worauf sich das Publikum am 12. November freuen kann.

NÖN: Was führt eine Künstlerin wie Stefanie Werger nach Hohenau?

Stefanie Werger: Die Premiere meines Programmes „Schene Liada, wüde G‘schichten“. Dabei erzähle ich abenteuerliche und witzige Geschichten aus meinem neuesten Buch „Als ich auszog, berühmt zu werden“. Es handelt von meinem Musikerleben vor und bis zu meiner Karriere. Außerdem gibt es bewährte und beliebte Lieder, die man kennt.

Macht es für Sie als Künstlerin einen Unterschied, ob Sie in der Stadt oder am Land auftreten? Ist das Publikum ein anderes?

Werger: Meine Lieder sind überall gleich bekannt und beliebt. Was das Erzählen aus dem Buch betrifft, wird man am Land an anderen Stellen lachen als in einer großen Stadt.

Glauben Sie, dass ländliche Gebiete, was Kunst und Kultur betrifft, benachteiligt sind? Und wenn ja, warum?

Werger: Das liegt auf der Hand. In kleinen Ortschaften hat man für große Stars weder genug Budget noch die entsprechend großen Räumlichkeiten wie zum Beispiel die Stadthalle Wien. Aber viele Leute fahren gern auch einmal woanders hin.

Sie sind als schlagfertige Powerfrau bekannt. Wie passt das mit Ihren teils sehr sensibel interpretierten Songs zusammen?

Werger: Muss man ein seichtes „Vaserl“ sein, um Sensibilität zu haben?

Und wie haben Sie es geschafft, sich im harten Show-Geschäft immer – scheinbar kompromisslos – selbst treu zu bleiben?

Werger: Weil das weit weniger anstrengend ist, als immer eine andere Rolle zu spielen. Ich bin ja auch gut gefahren damit.

Voodoo Jürgens, Bilderbuch, Wanda, Nino aus Wien – können Sie sich mit den „Jungen“ der österreichischen Musik-Szene identifizieren?

Werger: Nicht mit allen, aber manche bewundere ich, zum Beispiel Nino aus Wien und andere.

Neues Buch, neues Album, Auftritte in ganz Österreich – woher nehmen Sie Ihre Energie?

Werger: Ich bin immer noch kreativ und brenne jedes Mal, wenn ich etwas Neues mache. Das gibt mir Kraft.

Und abschließend: Was kommt als nächstes? Oder denken Sie manchmal schon ans Aufhören?

Werger: Als nächstes sollte man erst einmal mein neuestes Buch lesen – es lohnt sich! Wann ich aufhöre, bestimmt im Grunde mein Publikum, aber eine greise, weibliche „Heesters“ werde ich ganz bestimmt nicht werden.