Gänserndorf

Erstellt am 15. Februar 2017, 04:11

von Thomas Schindler

Letzter Tag im alten Gänserndorfer Hallenbad. Wehmut herrschte am Sonntag unter den Badegästen, aber auch die Vorfreude auf ein neues, modernes Hallenbad, das 2019 an selber Stelle eröffnen soll.

Auch Bademeister Wolfgang Schabhüttl zeigte sich am letzten Öffnungstag melancholisch: „Mein Traumberuf ist jetzt vorbei.“  |  Schindler

Am 8. März 1980 öffnete das Gänserndorfer Hallenbad erstmals seine Pforten. Am Abend des 12. Februars 2017 schloss es diese für immer. Die NÖN unternahm am letzten Badetag einen Lokalaugenschein: Der Besucherandrang war die gesamte vergangene Woche groß. Viele wollten noch einmal ihre Runden im Becken drehen – im Bad, das sie seit ihrer Kindheit kannten. Trotz aller Wehmut: Einige Badegäste betonten, dass sie sich bereits auf das geplante neue Hallenbad, das 2019 an selber Stelle eröffnen soll, freuen.

Bademeister Wolfgang Schabhüttl: „Am Sonntag überwog jedoch die Trauer. Es flossen sogar Tränen – bei Besuchern, aber auch bei uns Angestellten.“ Vor allem ältere Stammgäste der Sauna wurden melancholisch: „Eine Gruppe sang sogar das Lied ,Amoi seg‘ ma uns wieder‘ von Andreas Gabalier.“ Schabhüttl über die Besucherzahlen: „Gewöhnlich kamen 120 bis 200 Gäste pro Tag, letzte Woche waren es 280 bis 360.“

Was passiert eigentlich mit den Bad-Mitarbeitern? Sie werden in anderen Bereichen des Stadtbetriebs untergebracht – die Männer im Bauhof, die Frauen in den Kindergärten.