Erstellt am 28. Mai 2016, 05:04

von Edith Mauritsch

Ölpreis bereitet Sorgen. Bei Versammlung der Erdöl- und Erdgasgemeinden fielen Prognosen für laufendes Geschäftsjahr wenig rosig aus. Aber: Durchbruch beim Thema „Betriebsfeuerwehr“.

Vaclav Vocilka (Gas Connect Austria), Massimo Arnoldi (Trans Austria Gasleitungs GmbH), Ferdinand Aichinger (Gas Connect Austria), VP-Ortschefin Christa Eichinger, Verbandsgeschäftsführer Markus Reitinger, VP-Ortschef Erich Hofer, Obmann-Stellvertreterin SP-Bürgermeisterin Claudia Weber, Gottfried Heintz, Johann Lechner und Manfred Winkler.  |  NOEN, Mauritsch

Kurz und bündig hielt Obmann VP-Bürgermeister Erich Hofer die Verbandsversammlung der Erdöl- und Erdgasgemeinden. Unter den Gästen begrüßte Hofer unter anderen Hausherrin VP-Bürgermeisterin Christa Eichinger, die Grußworte an die Anwesenden richtete.

Der anhaltend niedrige Ölpreis und damit verbunden die Einschränkung der Investitionstätigkeiten der OMV und Tochterfirmen zeigte auf die Zahlen 2015 bereits Auswirkungen. Die Gesamteinnahmen betrugen rund 2,5 Millionen Euro, wobei bei den Fremdfirmen eine Steigerung von ca. 111.000 Euro verzeichnet werden konnte. Insgesamt lag das Ergebnis jedoch unter dem vom Vorjahr und Hofer zeichnete für das laufende Geschäftsjahr kein rosiges Bild.

Besserung erst bei Erholung der Weltmarktpreise

Eine Besserung trete wohl erst bei einer nachhaltigen Erholung des Weltmarktpreises für Rohöl ein. Einen Durchbruch scheint es zum Thema „Betriebsfeuerwehren“ in den Verhandlungen mit dem Bezirksfeuerwehrkommando und der OMV zu geben.

Die Anzahl der teilnehmenden Wehren – Hauptknackpunkt in den bisherigen Gesprächen – wird wie gefordert auf 43 erhöht, das Übungsintervall auf ein bis drei Jahre korrigiert. Damit dürften die jahrelangen Verhandlungen schlussendlich doch zu einem positiven Abschluss kommen. Johann Lechner, Asset Manager der OMV, gab in seinem Gastreferat einen umfassenden Überblick über den Weg von Öl und Gas von der Förderung bis hin zum Verkauf.

Immerhin 10 Prozent des Öl- und 15 Prozent des österreichweiten Gasbedarfes entstammen unserer Region und dass das Weinviertel vor Urzeiten Meeresgebiet war, ist wohl auch daran zu bemerken, dass die geförderte Flüssigkeit zu 90 Prozenzt aus Wasser und lediglich zu 10 Prozent aus Öl besteht. In der neuen Wasseraufbereitungsanlage in Schönkirchen-Reyersdorf werden die Stoffe getrennt, das Wasser gereinigt wieder in die Lagerstätten verpresst.