Erstellt am 12. Mai 2016, 04:04

von Nina Wieneritsch

Petition FP: 400 Unterschriften für mehr Mediziner. Blaue Ortsgruppe startete Aktion, um Mediziner in die Gemeinde zu bringen. Nun will man damit zu VP-Landesrat gehen.

Die FPÖ-Ortsorganisation sammelte an die 400 Unterschriften, die das Ansiedeln von Medizinern in Hohenau einfordern.  |  NOEN, FPÖ

Die bisherige Zahnärztin ist nach Bernhardsthal abgewandert und weil die Krankenkasse aus den beiden Stellen Hohenau und Bernhardsthal eine flexible Planstelle machte, ist in der March-Gemeinde nun kein Platz mehr für einen weiteren Zahnarzt. Und: Der Dienstposten „Gemeindearzt“ wurde abgeschafft, wie SP-Bürgermeister Robert Freitag in der Gemeindezeitung berichtet.

Ja, die ärztliche Versorgung hat – nicht nur in Hohenau, sondern bezirks- bzw. landesweit (die NÖN berichtete bereits des Öfteren über fehlende Ärzte und unbesetzte Stellen) – bessere Zeiten erlebt. Die Situation in Hohenau rief nun die FPÖ-Ortsorganisation auf den Plan, die eine Petition initiierte.

In dieser fordert man die Ansiedlung von Allgemeinmedizinern und Fachärzten. Hannes Wlas, FP-Ortspartei-Obmann: „Gerade im Zentrum, wo einige Geschäftslokale leerstehen, würde sich die Errichtung einer Gruppenpraxis anbieten.“

"Ich begrüße die Aktion"

An die 400 Unterschriften aus Hohenau und den Nachbargemeinden habe man gesammelt. „Wenn ich das auf Wahlberechtigte umlege, komme ich auf fast 20 Prozent“, so Wlas.

Nun möchte man die Unterschriften bei FP-Landtagsabgeordnetem Martin Huber und VP-Landesrat Karl Wilfing deponieren – eine Übergabe an SP-Bürgermeister Freitag habe dieser abgelehnt. „Steht bei ihm parteipolitischer Neid, weil wir als junge Ortsgruppe Themen anpacken, die die SPÖ schon längst hätte angehen können, im Vordergrund?“, fragt Wlas.

Freitag: „Ich begrüße die Aktion prinzipiell, weil man Ärzte nach Hohenau bringen will. Aber wenn die FPÖ schon eine solche Petition startet, soll sie die Unterschriften gleich dorthin bringen, wo sie letztlich hingehören, nämlich zum zuständigen Minister.“

Außerdem würden innerhalb der Gemeinde schon viel länger Gespräche, die ärztliche Situation betreffend, laufen. Und: „Wir werden natürlich weiter intervenieren“, so Freitag abschließend.