Erstellt am 23. Januar 2016, 04:03

von Markus Glück

Pleiten gingen zurück. Im abgelaufenen Jahr erfolgten im Bezirk Gänserndorf über20 Prozent weniger Insolvenzen. Gegensätzlich verhält es sich bei privaten Pleiten.

 |  NOEN, www.BilderBox.com (www.BilderBox.com)

Im Jahr 2015 ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen mit 5. 422 Verfahren österreichweit auf den niedrigsten Stand seit dem Jahr 2002 zurückgegangen. Genau gegensätzlich verhält es sich aber bei den Privatinsolvenzen, wie aktuelle Zahlen des Gläubigerschutzverbandes Creditreform zeigen. Verzeichnete man in den vorangegangenen fünf Jahren einen Rückgang, stieg 2015 österreichweit die Zahl der privaten Insolvenzen um fünf Prozent an.

45 Firmen gingen im Jahr 2015 pleite

Gab es im Bezirk im Jahr 2014 sogar mehr Firmen-Insolvenzen als im Bundesschnitt, so zeigt sich im abgelaufenen Jahr eine Veränderung: Schlitterten 2014 noch 57 Firmen in die Pleite, ging im vergangenen Jahr die Zahl um mehr als 20 Prozent auf 45 Insolvenzen zurück. „Die Hauptursachen für Konkurse liegen in Managementfehlern, gefolgt vom Kapitalmangel und der angespannten Wirtschaftslage“, weiß Gerhard Weinhofer, Geschäftsführer der Creditreform. Am stärksten betroffen waren dabei die Baubranche, die Gastronomie und der Handel.

Für 2016 erwartet Weinhofer einen weiteren Rückgang: „Er wird aber nicht so stark ausfallen wie 2015.“ Die Insolvenz mit dem größtem Passiva (Zahlungsausständen, Anm.), rund 684.000 Euro, gab es durch die Firma TMS Schweißtechnik und Industrieanlagenbau aus Markgrafneusiedl. Die meisten Jobs, nämlich elf, kostete die Pleite der Firma RuK Gastro KG aus Groß-Enzersdorf. Bei den Privatinsolvenzen, die von 104 im Jahr 2014 auf 92 im Jahr 2015 zurückgegangen sind, rechnet man entgegen dem NÖ-weiten Trend mit einem Rückgang.

Die Insolvenzursachen haben meist mehrere Gründe. „Jobverlust führt häufig dazu, dass man den Blick auf die finanzielle Situation verliert“, so Weinhofer gegenüber der NÖN.