Erstellt am 05. März 2016, 05:04

von Manuel Mattes

Polit-Zwist um Kindergarten-Neubau geht weiter. „Pro Prottes“ übt heftige Kritik an Informationspolitik der VP bei Gemeindeprojekt. Bürgermeisterin Eichinger: „Billiges Geplänkel kann uns nicht aufhalten.“

»Pro Prottes«-Mandatarin Sylvia Grünberger hält den geplanten Standort für völlig ungeeignet. Foto: Bürgerliste  |  NOEN, Bürgerliste

In nicht allzu ferner Zukunft können sich die jungen Protteser Gemeindebürger über einen neuen Kindergarten neben dem Dorfzentrum freuen. Die Fassung des Grundsatzbeschlusses im Gemeinderat erfolgte zwar ohne Gegenstimme, das war’s dann allerdings mit der Einigkeit.

Die örtliche Bürgerliste „Pro Prottes“ übt im NÖN-Gespräch nämlich herbe Kritik am Zustandekommen des Infoabends zum Neubau des Kindergartens am Mittwoch: „Diese Veranstaltung wurde erst aufgrund unseres Schriftverkehrs mit dem zuständigen Architekten (Werner Zita, Anm.) möglich“, so geschäftsführende Gemeinderätin Sylvia Grünberger. Die Liste habe zudem im November 2015 einen Antrag über eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Volksschule mit Turnsaal beim Dorfzentrum eingebracht – über diesen sei nicht einmal abgestimmt worden.

Auch die Art und Weise des Grundstückskaufs missfällt der Mandatarin: „Die Bürgermeisterin kauft aus der ,Portokassa‘ der Marktgemeinde – am Ortsparlament vorbei – das entsprechende Areal.“

„Aus Nein-Sager-Liste wird niemand schlau“

VP-Bürgermeisterin Christa Eichinger nimmt zu den Vorwürfen Stellung: „Aus der Nein-Sager-Liste rund um Frau Grünberger wird niemand schlau. Zuerst schlägt sie ein bestimmtes Grundstück für den neuen Kindergarten vor, dann kritisiert sie, dass die Gemeinde dieses kauft.“ Und weiter: „Wir gehen sehr sorgsam mit dem Gemeindevermögen um.“

Auch die Info-Veranstaltung zum Thema Kindergarten sei nicht auf Drängen von „Pro Prottes“ zustande gekommen: „Diese Behauptung entspricht nicht den Tatsachen. Bereits Mitte Februar wurde mit Architekt Zita ein Termin für eine Info-Veranstaltung vereinbart. Wir lassen uns von parteipolitischem Geplänkel nicht aufhalten, freuen uns aber über jeden guten Vorschlag“, so die Ortschefin abschließend.