Erstellt am 08. August 2016, 16:40

von NÖN Redaktion

Windkraft: Alte Räder müssen bald neuen weichen. Mega-Projekt am Steinberg bei Prinzendorf wurde bewilligt: Neun bestehende Anlagen sollen 2022 ersetzt werden.

„Repowering-Vorhaben“ in Prinzendorf: Neun Zweimegawatt-Windkraftwerke sollen durch starke Dreimegawatt-Anlagen ersetzt werden.  |  NOEN

Die niederösterreichische Windkraft Simonsfeld will zehn neue Anlagen am Steinberg bei Prinzendorf errichten. Mit den nun bewilligten Windkraftwerken sollen neun bestehende ersetzt werden, wie das Unternehmen vergangene Woche mitteilte. „Voraussichtlich können wir 2022 unsere bestehenden Windkraftwerke abbauen und unsere neuen Anlagen installieren“, informierte Vorstand Martin Steininger.

Die neuen Windenergieanlagen werden laut Unternehmensangaben am selben Standort in etwa doppelt so viel Strom produzieren. Der Abbau der neun bestehenden Windkraftwerke werde erst in einigen Jahren umgesetzt, weil vorher das Hochspannungsnetz und das Umspannwerk in Neusiedl ausgebaut werden müssten.

Neue Anlagen versorgen 20.300 Haushalte

Es handle sich um das bisher größte „Repowering-Vorhaben“ der Firmengeschichte. Insgesamt betreibt das Unternehmen in den Windparks Steinberg-Prinzendorf I und II derzeit 15 Anlagen der Zweimegawatt-Klasse, davon neun seit dem Jahr 2003 und sechs seit 2008.

Die neun zu ersetzenden Windkraftwerke produzierten planmäßig eine Strommenge, die dem Jahresbedarf von 10.500 Haushalten entspricht. Die zehn neuen Dreimegawatt-Anlagen werden jährlich ein Versorgungsäquivalent von 20.300 Haushalten in die öffentlichen Leitungen einspeisen.

Das 1996 gegründete Unternehmen mit Sitz in Ernstbrunn (Bezirk Korneuburg) betreibt 77 Windkraftwerke in Österreich und zwei in Bulgarien sowie ein Photovoltaik-Kraftwerk in der Slowakei. Die Produktionskapazität beträgt 429 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr. Das entspricht dem Jahresverbrauch von über 107.000 Haushalten. Windkraft Simonsfeld beschäftigt in Österreich 46 Mitarbeiter.