Erstellt am 02. August 2016, 12:23

Windkraft Simonsfeld will zehn neue Anlagen errichten. Die niederösterreichische Windkraft Simonsfeld will zehn neue Anlagen am Steinberg bei Prinzendorf (Bezirk Gänserndorf) bauen.

WINDKRAFT SIMONSFELD AG

Mit den nun bewilligten Windkraftwerken sollen neun bestehende ersetzt werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. "Voraussichtlich können wir 2022 unsere bestehenden Windkraftwerke abbauen und unsere neuen Anlagen installieren", sagte Vorstand Martin Steininger.

Die neuen Windenergieanlagen werden laut Unternehmensangaben am selben Standort in etwa doppelt so viel Strom produzieren. Der Abbau der neun bestehenden Windkraftwerke werde erst in einigen Jahren umgesetzt, weil vorher das Hochspannungsnetz und das Umspannwerk in Neusiedl ausgebaut werden müssten.

Größtes "Repowering-Vorhaben"

Es handle sich um das bisher größte "Repowering-Vorhaben" der Firmengeschichte. Insgesamt betreibt das Unternehmen in den Windparks Steinberg-Prinzendorf I und II derzeit 15 Anlagen der Zweimegawattklasse, davon neun seit dem Jahr 2003 und sechs seit 2008. Die neun zu ersetzenden Windkraftwerke haben planmäßig eine Strommenge produziert, die dem Jahresbedarf von 10.500 Haushalten entspricht. Die zehn neuen Dreimegawattanlagen werden jährlich ein Versorgungsäquivalent von 20.300 Haushalten in die öffentlichen Leitungen einspeisen, hieß es in der Aussendung.

Das 1996 gegründete Unternehmen mit Sitz in Ernstbrunn (Bezirk Korneuburg) betreibt 77 Windkraftwerke in Österreich und zwei in Bulgarien sowie ein Photovoltaik-Kraftwerk in der Slowakei. Die Produktionskapazität beträgt 429 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr - das entspricht dem Jahresverbrauch von über 107.000 Haushalten. Windkraft Simonsfeld beschäftigt 46 Mitarbeiter in Österreich.