Prottes

Erstellt am 30. August 2016, 00:03

von Nina Wieneritsch

Unfall-Lenker rief zuerst Mama an. 31-Jähriger wurde bei Aufprall verletzt. Anstelle der Rettung rief er Zuhause an: Spital.

Der Pkw-Lenker war mit seinem Wagen im Gestrüpp hinter einer Böschung zum Liegen gekommen.  |  NOEN, FF Prottes

Vergangene Woche kam ein Pkw-Lenker mit seinem Fahrzeug auf der L 11 zwischen Prottes und Gänserndorf von der regennassen Fahrbahn ab. Der 31-jährige Protteser landete mit seinem Auto hinter einer Böschung im Gestrüpp und wurde beim Aufprall unbestimmten Grades verletzt.

Mutter verständigte die Einsatzkräfe

Glücklicherweise war er noch dazu in der Lage, zum Smartphone zu greifen und Hilfe zu holen – anstatt aber die Einsatzkräfte zu alarmieren, rief der Verunfallte seine Mutter an, wie der Protteser FF-Kommandant Roman Windsteig im NÖN-Gespräch erzählt. „Bevor er ihr aber sagen konnte, wo er sich gerade befand, riss die Verbindung ab.“

Die Mutter habe daraufhin die Einsatzkräfte verständigt – die das Unfallauto mit dem Verletzten aber erst einmal aufspüren mussten. „Wir haben das Auto zuerst nicht gefunden“, so Windsteig.

Polizei sowie die Florianis aus Prottes und Gänserndorf waren im Einsatz und fanden den Verletzten und sein Fahrzeug schließlich auf Höhe des Bahnübergangs zwischen Prottes und Gänserndorf.

Der Lenker wurde von Feuerwehr und Rotem Kreuz aus dem Unfallwagen befreit und mit Verletzungen unbestimmten Grades mit dem Notarztwagen ins Landesklinikum Mistelbach gebracht. Die FF barg das völlig demolierte Auto. Für die Dauer des Einsatzes – etwa eine Stunde – musste die L 11 in beide Richtungen gesperrt werden.