Erstellt am 30. September 2015, 15:15

von Nina Wieneritsch

Quartier-Dilemma: Zistersdorf sucht fieberhaft. Wegen Platznot: VP-Bürgermeister Peischl ist bereits mit Privatpersonen in Kontakt.

VP-Bürgermeister Wolfgang Peischl: »Ich habe bereits mit einigen Privatpersonen Kontakt.«  |  NOEN, Foto: NÖN

Weil gemeindeeigene Liegenschaften rar sind und auch das Land im Gemeindegebiet keine Grundstücke besitzt, auf denen künftig Asylwerber untergebracht werden könnten, setzt die Stadtgemeinde diesbezüglich auf Privatpersonen. VP-Bürgermeister Wolfgang Peischl hatte bereits im Sommer einen Aufruf in der Gemeinde- und Bürgermeisterzeitung gestartet, um die geforderte Asylquote von 1,5 bis 2 Prozent der Bevölkerungszahl – das wären in Zistersdorf etwas über 100 Flüchtlinge – zu erreichen.

Bemühungen, die nun offenbar erste Früchte tragen. Peischl: „Ich habe derzeit bereits mit Privatpersonen Kontakt, die Flüchtlinge aufnehmen würden, und bin eigentlich guter Dinge. Man wird sehen, wie sich die Sache entwickelt.“ Allerdings: Die Suche gestaltet sich – nicht nur wegen der eingangs erwähnten fehlenden Liegenschaften – schwierig, wie auch VP-Stadtrat Helmut Doschek weiß. Etwas Handfestes habe sich, zumindest so sein letzter Kenntnisstand, noch nicht ergeben.

"Man kann niemanden zwingen."

Bürgermeister Peischl ergänzt: „Letztendlich hat der Betreiber, in diesem Fall die Privatperson, das letzte Wort. Man kann niemanden zwingen.“ Der Stadtchef rechnet damit, dass man spätestens Ende Oktober weiß, wie und wo Flüchtlinge untergebracht werden können.

Übrigens: In der Stadt kursieren derzeit Gerüchte, dass der Rübenplatz als Areal für ein Container-Dorf herhalten könnte, sollten sich keine anderen Unterbringungsmöglichkeiten auftun. Peischl: „Diesbezüglich ist nichts geplant. Die Gerüchte stimmen nicht.“