Erstellt am 31. Oktober 2015, 06:27

von Ulla Kremsmayer

Regionalentwicklung: Wohin geht das Stadtl?. Masterplan für Groß-Enzersdorf wurde präsentiert: „Städtisches Flair und dörfliche Atmosphäre“ lautet das rahmengebende Motto.

Das Planerteam erarbeitete seit Mai diesen Jahres Ziele und Maßnahmen für die zukünftige Entwicklung der Stadt. Im Bild mit SP-Bürgermeister Hubert Tomsic, SP-Vizebürgermeisterin Monika Obereigner-Sivec und Stadterneuerungsbetreuerin Friederike Tagwerker. Foto: Kremsmayer  |  NOEN, Kremsmayer

Vor einem halben Jahr gestartet, wurde diese Woche der Masterplan für das Groß-Enzersdorfer Stadtzentrum präsentiert. Vorschläge zu Verbesserung der Infrastruktur, die Schaffung eines Kulturzentrums in den Stadtsälen und dem Burghofareal sowie eine verbesserte Verkehrsorganisation waren die gestellten Aufgaben.

Darüber hinaus sollte der Masterplan nicht den Blick auf das historische Erbe Groß-Enzersdorfs verlieren und Wege aufzeigen, wie dieses Erbe besser genutzt und in Szene gesetzt werden könnte.

Letztlich stellten die Planer den Masterplan unter das Motto „Städtisches Flair und dörfliche Atmosphäre“. Städtisches Leben bezieht Vielfalt und Extravaganz mit ein, während dörfliches Leben den Zusammenhalt und die Einheit betonen.

Einiges an Potenzial dafür wurde im Zentrum ausgemacht und ebenso einige Defizite. Etwa die zerschneidende Rolle der B 3, die Fußgänger und Radfahrer in manchen Stadtteilen stark an den Rand drängt, und damit den definierten Zielen einer Flaniermeile und einer innerstädtischen Treffpunktzone entgegensteht.

Es gehe bei der Umgestaltung also auch um einen Paradigmenwechsel im Umgang mit dem Auto. Parkplätze und Autoverkehr seien durch eine Vielzahl von Maßnahmenbündeln zu verringern. Damit müsse nicht bis zur Realisierung der Umfahrung gewartet werden.

Erste Schritte wie Temporeduzierungen und der Abbau von Barrieren für die Fußgänger könnten schnell gesetzt werden. Auch eine Neugestaltung des Burghofareals hänge schließlich mit der Neuformulierung des Straßenverlaufs, des Hauptplatzes und dem nahen Umfeld zusammen. Das Areal selbst besitze wichtige Potenziale, um einen zentralen Ort im Stadtzentrum zu schaffen, so die Planer.

Kostenrahmen mit beträchtlichen Summen

Als nächste Schritte folgen die Entscheidungen, was zuerst realisiert werden soll und die notwendigen Beschlüsse in den politischen Gremien. Dass dies noch zu Diskussionen führen wird, scheint vorprogrammiert, denn auch der Kostenrahmen wurde von den Planern geschätzt und weist teilweise beträchtliche Summen aus.

SP-Bürgermeister Hubert Tomsic jedenfalls freute sich über die rege Teilnahme und die teils lebhaften Diskussionen im Stadtsaal: „Das beweist, dass den Bürgern die Stadt, in der sie leben, am Herzen liegt.“