Erstellt am 10. März 2016, 05:04

von Thomas Schindler

Rettung: NEF statt NAW. Auch in Gänserndorf wird der herkömmliche Notarztwagen von einem sogenannten Notarzt-Einsatzfahrzeug abgelöst. Neues System soll mehr Effizienz bringen.

Für das Gänserndorfer Notarzt-Einsatzfahrzeug (NEF) ist ein VW Passat vorgesehen. Dieser soll vermutlich in der zweiten Jahreshälfte den herkömmlichen NAW-Kleinbus ablösen.RK NÖ/M.  |  NOEN, Moser

Der traditionelle Notarztwagen (NAW) hat in Niederösterreich – somit auch in Gänserndorf – bald ausgedient. Die Zukunft heißt Notarzt-Einsatzfahrzeug, kurz NEF. Dabei handelt es sich um einen gewöhnlichen Mittelklassewagen. So einer ist im Bezirk bereits seit einigen Jahren unterwegs, nämlich bei der Rotkreuz-Dienststelle in Groß-Enzersdorf. Auch in der Bezirkshauptstadt Gänserndorf wird der NAW demnächst durch ein NEF ersetzt.

Gänserndorfs Rotkreuz-Geschäftsführer Wolfgang Antos erklärt gegenüber der NÖN: „Abhängig von der Auslieferung dieser neuen Fahrzeuge rechnen wir im zweiten Halbjahr mit der Umstellung. Unser Dienstplan wurde bereits für den NEF-Betrieb optimiert.“ Auch die entsprechenden Transportfahrzeuge – also jene Rettungswägen, die im Falle einer Notarztbegleitung erforderlich sind – gibt es teilweise schon bzw. folgen heuer noch.

Neues System soll mehr Effizienz bringen

Was ist eigentlich der Grund für die Umstellung? Das neue System soll mehr Effizienz bringen. Begründung: Nachdem einander Rettungswagen und NEF vor Ort treffen, wäre der Notarzt sofort wieder verfügbar, sollte eine Begleitung des Patienten ins Krankenhaus nicht notwendig sein.

Beim NEF handelt es sich um einen Pkw mit Sondersignalen, der von einem Notfallsanitäter gelenkt und mit einem Notarzt besetzt ist. Rettungs- und Schienungsmaterial, EKG, Medikamente, Sauerstoff und sämtliches Zubehör werden mitgeführt. Das NEF korrespondiert immer mit einem anderen Rettungsmittel, da es selbst keine Patienten transportieren kann.

„Das NEF-Team kann begutachten und erstversorgen. Der Transport der Patienten kann in der Folge mit einem anderen Rettungsmittel durchgeführt werden. Dadurch ist das NEF sehr rasch wieder für einen neuen Notfall einsatzbereit“, betont Rotkreuz-Landesgeschäftsführer Peter Kaiser: „Wenn erforderlich, fährt der Notarzt aber auch mit diesem Rettungsmittel mit und begleitet den Patienten.“