Erstellt am 24. Februar 2016, 13:04

von Thomas Schindler und Nina Wieneritsch

Rewe-Konzern schlägt zu. Die Filiale in Obersiebenbrunn übernimmt Billa, jene in Hohenau wird zu einem Bipa-Markt umgebaut. In der Bezirkshauptstadt wird aktuell verhandelt.

Nach der Zielpunkt-Pleite wurden vom Masseverwalter Nachfolger gesucht. Für die Filiale in Gänserndorf (Bild) steht dieser noch nicht fest.  |  NOEN, Mattes

Das bis dato streng gehütete Geheimnis um die Übernahme von drei ehemaligen Zielpunkt-Filialen im Bezirk ist jetzt teilweise gelüftet: Zwei von ihnen werden vom Rewe-Konzern übernommen. Was die dritte betrifft, wird derzeit noch verhandelt.

Fix ist, dass die Zielpunkt-Zweigstelle in Obersiebenbrunn für einen Billa-Supermarkt adaptiert wird und jene in Hohenau für eine Bipa-Drogerie. Wann die neuen Filialen eröffnet werden, steht aber noch nicht fest. „Da müssen wir uns erst ansehen, wie viel hier umgebaut werden muss“, erklärt Rewe-Sprecherin Ines Schurin gegenüber der NÖN.

Fünf Filialen im Bezirk geschlossen

Und wie sieht es in Gänserndorf aus? An diesem Standort sei Rewe nicht interessiert, so Schurin. VP-Bürgermeister René Lobner ist „seit Monaten an der Sache dran“, möchte aber noch nichts Konkretes preisgeben: „Fakt ist, die Gemeinde ist dahinter und es schaut gut aus.“ Was es aber nun genau ist, das „gut ausschaut“, verrät Lobner nicht. Gestern, Dienstag, habe es diesbezüglich jedenfalls eine Besprechung gegeben.

Womöglich könnte Gänserndorf einen zweiten Spar-Markt bekommen. Seitens des Konzerns äußert man sich dazu bislang nicht. Man müsse noch die Bewilligung der Wettbewerbsbehörde abwarten, teilt Sprecherin Nicole Berkmann mit.

Zur Erinnerung: Insgesamt acht Zielpunkt-Filialen gab es vor der Firmen-Pleite im Bezirk. Fünf von ihnen (Deutsch-Wagram, Groß-Enzersdorf, Orth und zwei in Strasshof) sind bereits seit 2. Jänner geschlossen – für sie hatten sich keine Nachfolge-Betriebe gefunden.