Erstellt am 25. Mai 2016, 12:12

von Manuel Mattes

S8-Demo: Nur wenige kamen. Verein „Marev“ demonstrierte in der Bezirkshauptstadt für den raschen Bau der Marchfeld-Schnellstraße S8. Beteiligung war überschaubar, auch Kritik blieb nicht aus.

Die S8-Befürworter, darunter einige VP-Bürgermeister aus dem Bezirk, demonstrierten vor dem Arbeiterkammer-Gebäude.  |  NOEN, Mattes

Bevor am Montag im Festsaal der Arbeiterkammer die mündliche Verhandlung zur UVP (Umweltverträglichkeits-Prüfung) in die nächste Runde ging, demonstrierte der Marchfelder Regionalentwicklungs-Verein „Marev“ unter Obmann Rudolf Makoschitz – er ist auch VP-Bürgermeister von Eckartsau – für einen raschen Bau der Marchfeld-Schnellstraße S8. Die Anzahl der Teilnehmer war im Vergleich zur Demo am Wiener Ballhausplatz vor wenigen Wochen dieses Mal allerdings äußerst überschaubar.

Die Kundgebungsteilnehmer, unter ihnen neben anderen die VP-Bürgermeister Kurt Jantschitsch, Fritz Quirgst, Andreas Iser sowie Stadtchef René Lobner, hatten sich vor dem Eingang zum Arbeiterkammer-Gebäude eingefunden und Transparente präsentiert. Unter die Demonstranten gesellte sich auch SP-Nationalrat Rudolf Plessl, der einzige rote Politiker.

Vanek: "Wogegen demonstriert Bezirks-ÖVP?"

Doch nicht alle sind mit der Demo glücklich, die Gründe dafür sind allerdings durchaus unterschiedlich: Das NÖN-Büro erreichte ein E-Mail, in dem der Termin der Protestaktion (Anm. Montag, 8 Uhr morgens) kritisiert wurde. Einem arbeitenden Bürger sei eine Teilnahme zu dieser Uhrzeit nicht möglich.

Herbe Kritik an der Kundgebung zum Bau der Marchfeld-Schnellstraße kommt auch von Groß-Enzersdorfs Grünen-Stadtrat Andy Vanek: „Derzeit läuft für die S8 das Verfahren nach dem UVP-Gesetz. Wogegen also demonstriert die Bezirks-ÖVP? Gegen die Abwicklung eines gesetzlich vorgeschriebenen Verfahrens? Von einer populistischen Opposition könnte man sich so etwas durchaus erwarten, aber von einer staatstragenden Partei?“