Erstellt am 06. April 2016, 16:04

von Thomas Schindler

S8: So agieren die Parteien. Während die Grünen Einspruch erheben und die Schwarzen eine große Kundgebung in Wien organisieren, sprachen die Roten mit SP-Verkehrsminister Gerald Klug.

SP-Bezirksgeschäftsführer Willi Binder, die Bürgermeister Robert Meißl und Ludwig Deltl, Minister Gerald Klug, Landeshauptmann-Vize Karin Renner, Bürgermeister Franz Mathä und Stadtrat Christian Worlicek  |  NOEN, SPÖ

Gestern, Dienstag, begann die bis Freitag anberaumte mündliche Verhandlung im UVP-Verfahren für die Marchfeld-Schnellstraße S8 – genauer für den Abschnitt West (Knoten Raasdorf bis Gänserndorf). Das Umweltverträglichkeits-Gutachten lag zuletzt ein Monat lang in den Gemeinden öffentlich auf. Während dieser Zeit hatten die Bürger die Möglichkeit, Einblick zu nehmen und ihre Stellungnahmen einzubringen.

Das taten unter anderen auch die Grünen, die die S8 bekanntlich kategorisch ablehnen. Bezirkssprecherin Beate Kainz: „Der Chloridgehalt im Trinkwasser wird von 18 auf 51 mg/l ansteigen. Die restlichen Chemikalien, die durch den motorisierten Verkehr anfallen, wurden offenbar gar nicht einberechnet.“

Der Marchfelder Regionalentwicklungsverein wiederum lädt – auf Initiative der ÖVP – am 12. April zur Kundgebung am Wiener Ballhausplatz, um auf die Notwendigkeit der S8 hinzuweisen. Die SPÖ hingegen traf am Montag SP-Verkehrsminister Gerald Klug. Dieser sagte eine rasche Durchführung des Umweltverträglichkeits-Verfahrens für die S8 zu. Das derzeit laufende UVP-Verfahren gelte es abzuwarten. Das Ministerium werde genau prüfen und so schnell wie möglich entscheiden, betonte Klug.


S8: Daten & Fakten

Der Abschnitt West der geplanten S8 ist 14,4 Kilometer lang, die Gesamtkosten sind mit 310 Millionen Euro veranschlagt. Geplanter Baubeginn ist 2017, die Verkehrsfreigabe ist für 2019/20 vorgesehen.