Erstellt am 21. Mai 2016, 06:04

von Edith Mauritsch

Schließung Kinderheim: Ende Oktober ist Schluss. Die derzeit 18 betreuten Kinder sollen in Kleingruppen untergebracht werden. Gebäude wird für betreutes Wohnen genutzt.

SP-Bürgermeisterin Claudia Weber nach der Besprechung in St. Pölten: »Es wird eine Nutzung des Kinderheims für betreutes Wohnen angestrebt.«  |  NOEN, Mauritsch

Nach wilden Gerüchten um die Schließung des Landeskinder- und Jugendheims und einen möglichen Einzug von Asylwerbern in das Gebäude folgte ein Treffen aller Beteiligten in St. Pölten.

Fakt ist nun: Das Gebäude ist mit Ende Oktober dieses Jahres vakant und es sollen Weichen zur Nutzung für betreutes Wohnen gestellt werden.

Wie Direktorin Susanne Sellnar schon im Gespräch mit der NÖN avisierte, strebt man für die derzeit 18 betreuten Kinder die Unterbringung in kleinen Gruppen an. Acht Kinder werden in ein angemietetes Haus nach Gänserndorf übersiedeln.

Sellnar dazu: „Wir führen Gespräche mit VP-Bürgermeister René Lobner sowie den Schulen in Gänserndorf, damit die Kinder nicht aus den Schulen in Matzen gerissen werden müssen.“

Einige Hürden sind noch zu überwinden

Sie hoffe hier auf die Einsicht des Ortschefs und der Direktoren. SP-Bürgermeisterin Claudia Weber brachte laut eigenen Angaben die klare Aussage des Landesrates Maurice Androsch mit, dass keine Asylwerber in das Gebäude einziehen werden. Man kam überein, die Liegenschaft für betreutes Wohnen zu nutzen.

Dazu sind allerdings noch einige Hürden zu überwinden. Es muss eine Betreibergesellschaft gefunden werden und natürlich auch ein Finanzier – alles in allem ein sehr ambitionierter Zeitplan bis Ende Oktober.

Ein ähnliches Projekt, allerdings an einem anderen Standort, und damals noch unter VP-Bürgermeister Leonhard Helm, ist im Sande verlaufen.

Weber bedauert späte Bekanntgabe der Pläne

Sehr bedauerlich findet Weber, dass die Pläne zur Schließung erst jetzt bekannt wurden, hätte die Gemeinde die Liegenschaft doch auch sehr gut für die Volksschule nutzen können.

So beschlossen Schulverband und Gemeinde erst im Vorjahr den Um- und Zubau an der Volksschule und Neuen Mittelschule, der immerhin mit 5,4 Millionen Euro zu Buche schlägt.

Bürgermeisterin Claudia Weber dazu abschließend: „Von einer Schließung des Landesheimes war bei meiner damaligen Anfrage aber keineswegs die Rede.“