Erstellt am 24. Dezember 2015, 05:03

von Nina Wieneritsch

Schüler-Bus quillt über. Zug, der fast nur von Jugendlichen genutzt wird, kommt eine Minute nach Unterrichtsbeginn in Matzen an. Nun bleibt nur noch Busverbindung. Eltern ärgern sich.

Beate Kainz (l.) und Amrita Enzinger (r.) fuhren mit Gemeinderätin Susanne Seide, deren Tochter die SMS besucht, nach Matzen.  |  NOEN, Grüne

Der neue ÖBB-Fahrplan sorgt wieder für Ärger: Kinder, die bis dato mit dem Zug von Gänserndorf in die Sportmittelschule (SMS) nach Matzen fuhren, müssen jetzt auf den überfüllten Bus ausweichen. Mit dem neuen Fahrplan kommt der Zug nämlich eine Minute nach Unterrichtsbeginn, um 7.31 Uhr, in Matzen an.

„Eltern haben bei uns angerufen, das Ganze sorgte für Aufregung“, schildert SMS-Direktorin Eva Fichtinger im NÖN-Gespräch. Vor allem für Schüler aus Gänserndorf-Süd ergibt sich nämlich eine planmäßige Wartezeit von einer knappen halben Stunde in der Bezirkshauptstadt. Der Bus nach Auersthal über Matzen fährt um 7.03 Uhr von Gänserndorf weg, der Bus aus Gänserndorf-Süd kommt jedoch schon um 6.35 Uhr an.

ÖBB haben sich der Sache angenommen

Grünen-Gemeinderätin Beate Kainz bemängelt die schlechte Anbindung an Gänserndorf: „Die öffentliche Erreichbarkeit der Bezirkshauptstadt war für die umliegenden Gemeinden schon vor der Fahrplanänderung mangelhaft. Mit diesem Schritt wurde sie ein weiteres Stück schlechter.“

Und Grünen-Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger ergänzt: „Es wurde im Vorfeld leider weder mit der Schule gesprochen, noch wurden die Bedürfnisse der Menschen, die diese Züge brauchen und daher nutzen, erhoben.“ Mittlerweile haben sich die ÖBB der Sache angenommen.

„Das Problem ist uns bekannt und wir sind gerade gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Ostregion dabei, Fahrplananpassungen zu prüfen. Wir hoffen, mit Ende der Weihnachtsferien bereits gemeinsam mit dem VOR eine gute Lösung vorstellen zu können“, so ÖBB-Sprecher Christopher Seif.