Matzen-Raggendorf

Erstellt am 23. April 2017, 02:25

von Edith Mauritsch

Erster Halt: Matzen. Grünen-Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger besuchte SP-Bürgermeisterin. Beide kämpfen für Erhalt der Bahn.

Grünen-Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger startet einen neuen Vorstoß in Richtung Erhalt und Ausbau des öffentlichen Verkehrs und begann ihre Tour bei SP-Ortschefin Claudia Weber.  |  Mauritsch

Die – ungewisse? – Zukunft der Schweinbarther Linie im Allgemeinen und die Problematik der Schülerbeförderung im Besonderen veranlasste Grünen-Landtagsabgeordnete Amrita Enzinger zu einem Besuch bei SP-Bürgermeisterin Claudia Weber. Die Verkehrsbeauftragte der Grünen tritt vehement für eine Beibehaltung der Bahnlinie und für eine Verbesserung des öffentlichen Verkehrs ein.

Trotz einer Petition der Bürgermeister und Nachfragen der einzelnen Gemeinden – über den Fortbestand des Schweinbarther Kreuzes nach 2019 seien von den zuständigen Stellen derzeit keine konkreten Aussagen zu bekommen. „Die Erreichbarkeit per Bahn ist einer der Hauptgründe für die Ansiedelung von Jungfamilien und ein wesentlicher InfrastrukturFaktor für die Region.

„Müssen für den Erhalt der Bahnlinie kämpfen“

Wir müssen darum kämpfen, dass die Bahnlinie erhalten bleibt“, betont Enzinger im Gespräch. Auf ihrer Agenda stehen ein nochmaliger Antrag im Landtag ebenso wie gegebenenfalls Veranstaltungen vor Ort, eventuell gemeinsam mit der Gewerkschaft vida.

„Es wird auch notwendig sein, Investitionen zu tätigen, um das Angebot zu attraktivieren und wieder mehr Menschen zum Bahnfahren zu bewegen“, sieht Enzinger hier Handlungsbedarf sowohl seitens der ÖBB, aber auch des Landes und verweist in diesem Zusammenhang auf Vorarlberg, wo unter anderem das 365-Euro-Ticket bereits Realität sei.

Für den Schulstandort Matzen hätte Weber nichts gegen ein attraktiveres Bahnangebot, das kam ja auch in der gemeinsamen Petition der Bürgermeister des südlichen Weinviertels zum Ausdruck (die NÖN berichtete). „Es sollten alle Regionsbürgermeister bei wie auch immer gearteten Unternehmungen eingebunden werden“, umreißt die SP-Ortschefin die weitere Vorgangsweise.