Erstellt am 18. August 2016, 12:27

von Nina Wieneritsch

Hausbau: „Leider nein“ für Auftraggeberin. Eichhornerin ist der Meinung, wegen Sabotage durch ihre Nachbarin keine Keller-Grundplatte zu bekommen. Firma klärt auf.

Mit der Grundplatte für den Keller einer Eichhorner Familie sieht es derweil schlecht aus.  |  Shutterstock, WIPHAT BOONCHUWETPRASERT (Symbol)

Es hätte alles so schön sein können: Elsa J. besitzt ein Grundstück in Eichhorn und wandte sich für die Errichtung einer Grundplatte für den Keller an die Zistersdorfer Baufirma Eder. Preis für das Vorhaben: 16.000 Euro – ein akzeptables Angebot für die Auftraggeberin, wie sie erzählt. Stutzig wurde sie jedoch, als sich die Firma eines Tages nicht mehr meldete.

Doch kein Problem für J. – sie besuchte das Büro persönlich, um den Auftrag zu erteilen. „Die Firma will ihn aber nicht annehmen, da sie von meiner Nachbarin erfahren hat, dass wir angeblich zahlungsunfähig sind“, beschwert sich J. am NÖN-Telefon. Diese Nachbarin sabotiere J. aus persönlichen Gründen, die Zahlungsunfähigkeit stimme absolut nicht. Von der Baufirma sei sie jedenfalls mit harschen Worten aus dem Büro hinauskomplimentiert worden, ärgert sich die Eichhornerin.

Doch kann es wirklich sein, dass die Aussage der Nachbarin dafür sorgt, dass J. nun keine Grundplatte bekommt? Die NÖN hat nachgefragt und den Geschäftsführer der Baufirma, Herwig Eder, erreicht. Er schildert die Vorfälle aus seiner Sicht – und diese hören sich aus seinem Mund wiederum komplett anders an.

Baumeister habe Frau nur einmal gesehen

Dass J. nämlich pleite sein soll, davon höre er zum ersten Mal. Er habe die Frau bis dato auch nur einmal gesehen, nämlich als diese gemeinsam mit ihrem Mann ins Büro gestürmt sei und sich lautstark beschwert habe, dass Eder nie zurückgerufen hätte. „Das stimmt auch – ich habe längere Zeit nicht zurückgerufen, weil es sehr stressig war“, so Eder, dessen Firma zu alledem vergangene Woche auf Betriebsurlaub war. Mehr als das verspätete Zurückrufen habe sich der Baumeister aber nicht zuschulden kommen lassen.

Als das Ehepaar laut und ausfällig geworden sei, habe Eder von sich aus gesagt, er verzichte auf den Auftrag. J.s Aussage wäre schon allein deshalb nicht richtig, weil es für die Errichtung der Grundplatte zunächst zumindest eine schriftliche Beauftragung, wenn nicht sogar eine Anzahlung seitens der Auftraggeberin gebraucht hätte. Wie auch immer – auf ihre Keller-Grundplatte muss J. nun wahrscheinlich noch länger warten.