Erstellt am 06. Dezember 2015, 05:03

von Robert Knotz

Teilerfolg für Bau-Gegner. Die Errichtung einer Reihenhaussiedlung wurde vom Land NÖ gestoppt. Nun warten alle auf eine neuerliche Bauverhandlung, damit Anrainer zu ihrem Recht kommen.

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Zumindest einen Teilerfolg kann die Bürgerinitiative, die sich im Siedlungsgebiet Helmahof gegen großvolumige Wohn-und Reihenhausanlagen ausspricht, für sich verbuchen. Das Landesverwaltungsgericht NÖ hat die Baubewilligung für die nahezu fertiggestellte, dreigeschoßige Reihenhausanlage des Bauträgers Lehner und Trompeter am 10. November aufgehoben.

Nun müsste eine neuerliche Bauverhandlung stattfinden, damit die, laut Initiative, massiven Verstöße gegen die Bauordnung beseitigt werden. Laut den Anrainern wurde nach der Bescheidzustellung eine Zeit lang munter weitergebaut. Gegen diesen Reihenhausblock haben bereits bei der Bauverhandlung 182 Bürger mit ihrer Unterschrift vergebens protestiert.

Elfriede Reiter von der Bürgerinitiative: „Die Gebäudehöhe wurde um zwei Meter überschritten, der Abstand zum Nachbargrundstück ist zu gering. Die Belichtungs- und Brandschutzvorschriften wurden ignoriert und das Bauvorhaben ist abgeändert worden, ohne die Nachbarn zu informieren.“

VP-Bürgermeister Fritz Quirgst kontert: „Die Vorwürfe der Bürgerinitiative stimmen überhaupt nicht, denn es wurde vom Gericht festgestellt, dass weder die Bauhöhe überschritten wurde, noch der Abstand zu den Nachbargrundstücken zu gering ist und auch keine Belichtungs- und Brandschutzvorschriften ignoriert oder verletzt wurden.“

Auf ausdrücklichen Wunsch der Anrainer erfolgten Projektänderungen. Für genau diese Punkte, so erkannte das Gericht, haben die Anrainer die bereits erloschene Parteistellung wiedererlangt. Das Verfahren werde daher gemäß den Vorgaben des Gerichts weitergeführt. Das Bauvorhaben sei nach rechtlicher Prüfung umgehend eingestellt worden und die Baustelle wurde danach nur noch winterfest gemacht und geräumt.