Erstellt am 06. Januar 2016, 04:58

von Nina Wieneritsch

Tierschützer bitten nun Landesrat um Hilfe. Auf dem Areal der Stiftung Fürst Liechtenstein wurde auf Fasane geschossen. Verein stellt Adelige wieder an den Pranger.

Im Revier der Stiftung Fürst Liechtenstein östlich von Hohenau wurde wieder eine Fasanjagd veranstaltet.  |  NOEN, Benedik

Wie ich in der Zwischenzeit erfahren habe, wurden bei der letzten Fasanjagd in Hohenau von cirka einem Dutzend Schützen knapp 150 Fasane geschossen. An der Jagd beteiligt waren neben ein paar Gästen hauptsächlich Führungskräfte der Stiftung“, so Alexandra Benedik.

Die KPÖ-Politikerin lebt in Hohenau und setzte sich gemeinsam mit dem Verein Gegen Tierfabriken (VGT) bereits des Öfteren gegen Treibjagden auf dem Areal der Stiftung Fürst Liechtenstein östlich von Hohenau und Rabensburg (Bezirk Mistelbach) ein (die NÖN berichtete).

„Tiere sind trotz unseres Eingreifens gestorben“

Ende Dezember wurde nun offenbar wieder gejagt, diesmal Fasane. VGT-Obmann Martin Balluch war vor Ort: „Bei den von uns beobachteten Trieben wurde geschossen wie mit Maschinengewehren, gestorben sind trotz unseres Eingreifens unzählige Tiere – fast nur männliche, weil man hauptsächlich die Vögel aus den Zuchtfarmen kauft, die schön bunt sind.“

Mittlerweile wendeten sich die Tierschützer auch an den zuständigen VP-Landesrat, Stefan Pernkopf – bislang ohne Ergebnis, wie Benedik erzählt.

Der Jagdleiter des Reviers, Hans Jörg Damm, hatte bereits früher im NÖN-Gespräch betont, dass der VGT grundsätzlich gegen das Jagen sei. „Der VGT hat fünfmal Anzeige gegen uns erstattet, die aber allesamt nicht zur Verhandlung gekommen sind. Wir haben alle Regelungen strikt eingehalten“, so Damm.