Erstellt am 24. Februar 2016, 05:04

von Thomas Schindler

Umsatzeinbruch bei OMV: Angst geht um. Mitarbeiter im Bezirk befürchten Verlust ihrer Jobs. Gänserndorfs OMV-Chef beruhigt: „Keine großen Änderungen geplant.“

Gänserndorfs OMV-Chef Reinhard Oswald: »Die Einsparungsmaßnahmen bei uns laufen ja schon länger und werden lediglich fortgesetzt.«  |  NOEN, Schindler

Die OMV, der größte Arbeitgeber im Bezirk Gänserndorf, kämpft derzeit mit massiven Umsatzeinbrüchen – zuletzt musste ein Minus von 37 Prozent hingenommen werden. Der Betriebsgewinn sank 2015 sogar um 38 Prozent auf „nur“ noch 1,39 Milliarden Euro. Grund für die finanzielle Talfahrt ist der rasante Verfall der Erdöl- und Erdgaspreise.

Das teilstaatliche börsennotierte Unternehmen setzt nun auf diverse Einsparungsmaßnahmen. So soll der Rotstift in erster Linie bei Neuinvestitionen zum Einsatz kommen, und da vor allem bei der Suche und Förderung von Öl und Gas. Die Kosten dafür werden in den kommenden zwei Jahren auf 300 Millionen Euro jährlich halbiert. Ein Stellenabbau im großen Stil, wie dies andere große Ölkonzerne ankündigten, sei aber nicht geplant.

"Keine großen Änderungen in Gänserndorf"

Auf Suche und Förderung von Öl und Gas ist auch die OMV Austria Exploration & Production GmbH mit Sitz in Gänserndorf spezialisiert. Ist hier bereits Feuer am Dach? Geschäftsführer Reinhard Oswald winkt im NÖN-Gespräch sofort ab: „Die Einsparungsmaßnahmen bei uns laufen ja schon länger und werden lediglich fortgesetzt. Natürlich müssen wir den Gürtel enger schnallen, aber wir machen unsere Arbeit normal weiter.“

Oswald abschließend: „In Gänserndorf sind keine großen Änderungen geplant. Der Stellenabbau geht so sanft – auch mittels Sozialplan – wie in den letzten zehn Jahren über die Bühne.“