Untersiebenbrunn

Erstellt am 02. Dezember 2016, 05:22

von Erwin Nußbaum

Betrug: 200.000 Euro ergaunert. Unter falschem Namen erschwindelte sich 30-Jähriger mit Kreditvermittlungs-Trick ein Vermögen, um sich den Lebensunterhalt zu finanzieren. Polizei sucht weitere Geschädigte.

Der 30-jährige Vorarlberger hat sich in mindestens 13 Fällen ein Vermögen von 200.000 Euro erschwindelt.  |  Polizei

Die Exekutive bittet die Bevölkerung um Mithilfe: Bereits Anfang Oktober wurde ein 30-Jähriger aufgrund einer Festnahmeanordnung der Staatsanwaltschaft Wien in Dornbirn festgenommen. Dieser steht im Verdacht, in zumindest 13 Fällen Opfern Bargeld für Bankkredite herausgelockt und dadurch einen Gesamtschaden von mehr als 200.000 Euro verursacht zu haben. Laut Roman Hahslinger von der Wiener Polizei stammt zumindest eine der geschädigten Personen aus Untersiebenbrunn. Sie wurde um eine Summe zwischen 20.000 und 30.000 Euro betrogen – weitere Opfer sind wahrscheinlich.

Der Tatverdächtige gab sich als Kreditvermittler aus und behauptete, den späteren Opfern bei der Aufnahme von Darlehen in Bankinstituten zu helfen. Nach der Kreditgewährung lockte der Mann den Kreditnehmern etwa die Hälfte der Gesamt-Kreditsumme heraus und versprach, diese gewinnbringend anzulegen. Mit den erzielten Gewinnen sollten die Kredite zur Gänze abgedeckt werden. Das vermeintlich zu veranlagende Geld investierte der Betrüger jedoch in seinen persönlichen Lebensunterhalt.

Da sich der Tatverdächtige meist nur mit seinem Vornamen oder falschen Namen vorstellte, könnte es zahlreiche weitere Opfer geben, die den Ermittlern noch nicht bekannt sind. Hinweise werden an das Landeskriminalamt Wien Außenstelle Nord unter der Telefonnummer 0131310 DW 67210 (Gruppe Hauer) erbeten.