Untersiebenbrunn

Erstellt am 24. Mai 2017, 02:42

von Michaela Fiala

Nach Tier-Tragödie: Amtstierarzt holt Hunde. Besitzer zweier Kangals wurde per Bescheid Hundehalteverbot erteilt. Derzeit ist ungeklärt, wann die Tiere vom Grundstück der Baufirma abgeholt werden.

Kangals erreichen auf den Hinterbeinen eine Höhe von zwei Metern.  |  Shutterstock/HSBortecin

Nach wie vor haben die Bewohner und Passanten Angst, wenn sie sich in der Nähe des Grundstücks einer Baufirma aufhalten. Besitzer Mehe S. hält hier einen großen Kangal-Rüden und ein Kangal-Weibchen, eines der beiden Tiere grub sich bereits mehrmals unter der Grundstückseinfriedung durch.

Das riesige Tier attackierte in der Folge Artgenossen und verursachte bereits massives Tierleid: Im Dezember musste ein Vierbeiner nach einem Angriff in der Tierklinik behandelt werden und vor einem Monat wurden einem Jagdhund durch das halb geöffnete Autofenster so schwere Verletzungen zugefügt, dass das angegriffene Tier noch am Unglücksort verstarb (die NÖN berichtete über beide Vorfälle, siehe weiter unten).

Nach der Anzeige vor einigen Wochen stellte die Bezirkshauptmannschaft einen Verwaltungs-Strafbestand nach dem Tierschutzgesetz fest. Weiters deklarierte die Gemeinde den Vierbeiner nach dem NÖ Hundehaltegesetz als „auffälligen Hund“.

„Dem Besitzer wurde vor einiger Zeit per Bescheid ein Hundehalteverbot erteilt"Reinhold Steinmetz

Auch der Amtstierarzt wurde eingeschaltet, dieser betonte: „Sollte sich erweisen, dass der Halter nicht in der Lage oder willens ist, das Tier ordnungsgemäß zu halten, kann auch ein Verbot der Hundehaltung verhängt werden.“

Was ist in der Zwischenzeit passiert? „Dem Besitzer wurde vor einiger Zeit per Bescheid ein Hundehalteverbot erteilt, dagegen hat dieser einen Einspruch übermittelt. Nun wird mit der der Amtstierärztin der Bezirkshauptmannschaft über die weitere Vorgangsweise gesprochen“, erklärt SP-Bürgermeister Reinhold Steinmetz. Derzeit sei noch nicht geklärt, wann es möglich wäre, die Hunde abzuholen.

Es bleibt zu hoffen, dass bis zu diesem Zeitpunkt weder Menschen noch andere Tiere gefährdet oder unzumutbar belästigt werden.

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