Erstellt am 18. Dezember 2015, 05:03

von Markus Szelnekovics

Völkerverständigung: Fußball verbindet Welten. In Leopoldsdorf traten bei einem interkulturellen Fußballturnierein einheimisches Team gegen zwei aus Asylwerbern zusammengesetzte Formationen an.

Eine Wiederholung der Veranstaltung im nächsten Frühjahr gilt angesichts des großen Erfolges als sehr wahrscheinlich. Foto:  |  NOEN, SMAX

Es ist eine altbekannte Tatsache, dass gemeinsame Aktivitäten — und hier besonders die sportliche Betätigung — Brücken zwischen Menschen schlagen können. Um die Einbettung der seit Ende September in Leopoldsdorf untergebrachten Flüchtlinge zu unterstützen, wurde von der Arbeitsgruppe „Interkulturelles Lernen“ am vergangenen Donnerstag im Turnsaal der NMS Leopoldsdorf ein ganz besonderes Fußballturnier organisiert.

Einer bunt zusammengewürfelten Leopoldsdorfer Auswahl stellten sich zwei Mannschaften der Asylwerber, wobei das eine Team vorwiegend afghanischer, das andere vorwiegend syrisch-arabischer Prägung war. Der Sportclub Leopoldsdorf stattete die Gäste mit Dressen aus, die sie nach dem Spiel auch behalten konnten, wofür der Vereinsführung an dieser Stelle großer Dank ausgesprochen werden soll.

Anfeuerungen eines gemischten Publikums

Unter den Anfeuerungen eines ebenfalls sehr gemischten Publikums liefen die Mannschaften zur Höchstform auf und lieferten einander heiße Spiele mit vielen Toren. Zwei Stunden währte das Kräftemessen und am Ende stand ein eindeutiger Sieger fest, nämlich der Spaß an der Sache und der Wille zum Miteinander unter Vernachlässigung aller Ressentiments und Vorurteile.

Diese positive Grundstimmung hielt sich auch bei der abschließenden „dritten Halbzeit“ im „Shamrock“ Irish Pub, wo sich alle Helden des runden Leders labten und eine gemütliche Nachbereitung des Spielgeschehens vornahmen.